Berlin : HINTER DEN KULISSEN

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Ein Schulsenator alter Schule und eine Bausenatorin mit neuer Brille Der Schulsenator Klaus Böger hat sich daran gewöhnt, als Oberlehrer verspottet zu werden. Immerhin war er, vor fast 30 Jahren, als Fachbereichsleiter beim LetteVerein zuständig für die Erwachsenenbildung. Seitdem lässt der Sozialdemokrat keine Gelegenheit aus, erwachsene Politikerkollegen zu belehren. Als Böger am Donnerstag im Parlament für den Bau der AnschutzHalle warb, damit die Handball-Weltmeisterschaft 2007 nicht an Berlin vorbeigeht, muckten die GrünenHaushälter Oliver Schruoffeneger und Jochen Esser auf. Sie wiesen, leise murrend, auf die heikle Finanzlage der Berliner Großhallen hin. „War das eine Bejahung oder ein unqualifizierter Zwischenruf?“, fuhr der Senator lauthals dazwischen. Und flugs bemühten sich die Lümmel in den mittleren Bänken darum, ihre Kritik ausreichend deutlich zu formulieren. Na also, es geht doch.za

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Normalerweise wollen Politiker die Welt nicht durch eine rosarote Brille betrachten, sie möchten, dass die Welt wirklich rosarot ist. Bis dahin ist es zwar noch ein langer Weg. Stadtentwicklungssentorin Ingeborg Junge-Reyer hat jetzt das Rüstzeug, um alles rosarot zu sehen – in Gestalt einer Brille. Beim Rundgang durch die Potsdamer Straße schenkte ihr der Seniorchef des alteingesessenen Optikers Wunder eine schwarze Brille mit rosa Gläsern. Eine schwarze Brille für eine Genossin? Wunder kicherte und sagte: „Nun ja, wir hoffen, dass Berlin bald wieder schwarze Zahlen schreibt.“ Auch bis dahin ist es noch ein weiter Weg… oew

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