Berlin : HINTER DEN KULISSEN

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Liberales Notpaket für SPDParteichef und der Verdienst von Weihnachtsengeln Willkommen im Club! Am Mittwoch feierte der parlamentarische SPD-Fraktionsgeschäftsführer, Christian Gaebler, einen Tag später SPD-Fraktions- und Landeschef Michael Müller den 40. Geburtstag. Neben Glückwünschen gab es auch Geschenke. Vom DGB-Landeschef Dieter Scholz bekam Müller ein Bild von August Bebel, das der Gewerkschafter vor 30 Jahren als Praktikant bei der SPD im Keller der Parteizentrale gefunden hatte. Ein wenig sticheln wollte die Opposition bei der Gaben-Auswahl: Die CDU schenkte eine Zeichnung des alten Berliner Schlosses, FDP-Fraktionschef Martin Lindner übergab Müller eine Flasche Doppelherz und Rotwein als „Notpaket SPD-Parteitag“. Müller will entgegen dem Parteitagsbeschluss einen zügigen Palast-Abriss. Lindner meint, Doppelherz dient zur Beruhigung vor Parteitagen, mit dem Rotwein kann Müller danach seinen Ärger über so manche Beschlüsse runterspülen.

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Wissen Sie, was ein Weihnachtsengel verdient? Grünen-Fraktionschef Volker Ratzmann geht dieser Frage intensiv nach. Der Anwalt verteidigt vor Gericht die Interessen der 19 Weihnachtsengel, die im brandenburgischen Himmelpfort in der Weihnachtspostfiliale arbeiten. Die Post will den saisonal arbeitenden irdischen Geschöpfen Tarifgruppe 2, einen Bruttomonatslohn von 1489 Euro zahlen. Der Betriebsrat beharrt auf Gruppe 3, das sind 1569 Euro. Es kam zum vorweihnachtlichen Vergleich: Die Frage wird im Frühjahr geklärt. Das Gehalt der Filialleiterin ist dagegen unstrittig: Der Erzengel bekommt 1888 Euro. Sabine Beikler

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