Berlin : HINTER DEN KULISSEN

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Über die Segel oder Sägescheine und einen Rüffel für den Alleswisser-Senator Körting Grüne Fraktionskollegen trauten ihren Ohren nicht, als sie ihrer Chefin Sibyll Klotz bei der letzten Plenardebatte über Arbeitsmarktpolitik zuhörten. Die Politikerin monierte, der Senat würde Jugendliche ohne Schulabschlüsse zu wenig weiterqualifizieren. Statt Schulabschlüsse zu finanzieren, kämen die Landesgelder hauptsächlich „Teilqualifikationen“ zugute. Klotz nannte Beispiele. Viele Grüne verstanden „Gabelstaplerführerschein und Segelschein“ und fragten nach. Nein, sie habe nicht Segelschein, sondern „Sägeschein“ gesagt, antwortete Klotz. Einige Parteifreunde meinten daraufhin, dass Segelscheine vielleicht effektiver als Sägescheine seien.

Innensenator Ehrhart Körting (SPD) geht manchen Senatskollegen manchmal schon etwas auf die Nerven. Denn Körting beschäftigt sich nicht nur mit Innenpolitik, sondern sagt gern was über fachfremde Gebiete. So debattiert er schon mal gern morgens um 9 Uhr am Telefon mit Schulsenator Klaus Böger (SPD) über Schulpolitik. Auf der Senatssitzung am Dienstag aber bekam Körting vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit einen Rüffel. Nachdem sich Körting bei den Aussprachen dreimal hintereinander als Erster gemeldet hatte, rief Wowereit, nun reiche es ihm mit dem „Zwerg Allwissend“. Er wolle jetzt doch lieber mal den Fachsenator hören. Sabine Beikler

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