Berlin : HINTER DEN KULISSEN

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Der „Kleine Bürgermeister“ im Rathaus und eine neue Farbenlehre bei der FDP Nach dem Geiseldrama in Beslan, bei dem im vergangenen Herbst über 340 Menschen getötet und mehr als 560 Kinder und Erwachsene verletzt worden waren, war die Hilfsbereitschaft groß: Krankenhäuser behandelten Verletzte, Initiativen organisierten Spendenaktionen und Erholungsaufenthalte für Kinder und Jugendliche. Vor zwei Wochen kamen rund 250 Jugendliche aus Beslan über den Verein „Kindernothilfe Beslan“ zur Erholung nach Neuruppin. Auf dem Programm stand auch ein Besuch im Roten Rathaus Berlins. André Schmitz , der Chef der Senatskanzlei, begrüßte die Jungen und Mädchen am Dienstag im Festsaal bei Fischstäbchen, Kartoffelsalat, Käsebroten und leckerem Schokopudding mit Vanillesoße. Er erzählte den jungen Gästen aus Nordossetien, dass er den Regierenden Bürgermeister vertrete. Der würde nämlich genau das tun, was die Jungen und Mädchen jetzt täten – Urlaub machen. Weil es ein wenig schwierig ist, so jungen ausländischen Gästen die Funktion des Senatskanzleichefs zu erklären, erfand André Schmitz flugs eine verkürzte Version und sprach von sich als „Der Kleine Bürgermeister“. Die Mädchen und Jungen haben heftig applaudiert. sib

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Der FDP-Abgeordnete Alexander Ritzmann schätzt die raue Seite Berlins. Er wohnt in Neukölln und verweist, wenn von kippenden Kiezen die Rede ist, gerne auf die multikulturellen Annehmlichkeiten seines Quartiers. Wie viele andere Berliner Politiker hat auch er Ostern für einen kleinen Erholungstrip genutzt. Der führte ihn last-minute in die Türkei, in ein ebenso gutes wie preiswertes Hotel, wie er erzählt. Der Reisepreis schloss Wein zum Essen ein, und weil es ein gutes Hotel war, gab es Roten, Weißen und Rosé. Zu Ritzmanns Überraschung entstand der Rosé aus der Mischung von Rotem und Weißem. Ritzmann hat daraus noch keine Schlüsse für die politische Farbenlehre gezogen. Sicher ist: Einem Biertrinker wäre das nicht passiert. wvb.

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