Berlin : HINTER DEN KULISSEN

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Berliner Friedensmission in Hiroshima, während die Grünen reden und reden Am meisten haben ihn das Atombombenmuseum und die Gespräche mit Überlebenden bewegt, sagt Walter Momper. „Furchtbar, die Auswirkungen der Bombe zu sehen“, berichtet der Präsident des Abgeordnetenhauses am Telefon aus Hiroshima. „Gleichzeitig ist man dankbar, dass die Bombe nicht wie ursprünglich geplant über Deutschland gezündet wurde.“ Momper ist zum heutigen 60. Jahrestag des ersten Atombombenabwurfs nach Japan gereist, um sich für die Abschaffung von Atomwaffen einzusetzen. „Mayors for Peace“ heißt die Vereinigung, der Berlin zu Mompers Amtszeit als Regierender Bürgermeister vor 16 Jahren beigetreten war. Im Museum entdeckte Momper einen Beitrag zum aktuellen EinsteinJahr, der ihn besonders faszinierte: einen Brief des Physikers an US-Präsident Roosevelt, in dem Einstein auf die Möglichkeit hinwies, die Kernspaltung für den Bombenbau zu nutzen. lvt

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Zwei Tage reden, Tag und Nacht, ununterbrochen. Das schafft nicht einmal Renate Künast, die wahrhaftig nicht auf den Mund gefallen ist. Deshalb beteiligen sich auch Joschka Fischer und JürgenTrittin, die Amtskollegen der Bundesministerin für Verbraucherschutz, an einer waghalsigen Wahlkampfaktion der Grünen. In der Wählbar, dem mobilen Wahlkampfzentrum in der Oranienburger Straße, ist die Rede-Rallye „48 Stunden Grüne“ gestern gestartet. Nächsten Freitag muss Künast, Spitzenkandidatin des Berliner Landesverbandes, schon wieder politisch-literarisch-rhetorisch tätig werden. Sie stellt ein Buch vor: „Grün: Lob und andere Wahrheiten“. Darin loten Wolfgang Thierse, Sabine Christiansen und andere Nicht-Grüne aus, was diese Partei seit fast drei Jahrzehnten ausmacht. Auch der ehemalige Spiegel-Redakteur Hajo Schumacher hat mitgeschrieben – der Co-Autor des pädagogisch wertvollen Künast-Buches „Die Dickmacher“. Damit waren nicht die Grünen gemeint. za

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