Berlin : HINTER DEN KULISSEN

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Feilschen um die Wahlkampfspende, ein falscher Name und doppelte Zungen Nach dem Wahlkampf sind Politiker gemeinhin knapp bei Kasse. Auch FDPFraktionschef Martin Lindner war von seinen Liberalen gebeten worden, die Kampagne mit 50 Euro zu unterstützen. Lindner wies gleich 100 an – er ist eben einer, der unbedingt gewinnen will. Bei der Übeweisung lief etwas schief – von Lindners Konto wurden 900 Euro abgebucht. Das erschien dem FDP-Mann doch etwas viel. Also rief er die liberale Schatzmeisterei an und bat um Rücküberweisung, abzüglich der 100 für die FDP gedachten Euro. Wenig später meldete sich Bundesschatzmeister Hermann Otto Solms bei Lindner. Das Gespräch dauerte. Lindner konnte es erst zu einem freundlichen Ende bringen, indem er sich mit Solms auf die neue Spendenhöhe von 500 Euro einigte. wvb.

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Es gibt jemanden, der meint es nicht gut mit Ingo Schmitt , dem CDU-Landeschef und neuerdings auch Bundestagsabgeordneten: Die Seite 12 des bundestagsinternen Telefonverzeichnisses weist zwischen den Herren Schmidt-Dobrowolny, Otto und Schmitt (Landau), Heinz, folgenden Namen aus: Schitt (Berlin), Ingo. Gemein. wvb.

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Der junge Benjamin-Immanuel Hoff ist weder auf den Kopf noch auf den Mund gefallen. Intellektuelle Unredlichkeit regt den linken Abgeordneten mächtig auf – politische Doppelzüngigkeit auch. Als im Hauptausschuss am Donnerstag der Wissenschaftsetat für 2006/07 in ermüdender Akribie beraten wurde, platzte Hoff der Kragen, als die Rede auf das Studentenwerk kam. So ginge das nicht. Die Grünen-Haushälter Oliver Schruoffeneger und Jochen Esser spielten „den Oskar Metzger“ und wollten das öffentlich-rechtlich verfasste Studentenwerk eindampfen. Währenddessen schwinge sich die Grünen-Abgeordnete Elisabeth Paus auf jeder Uni-Versammlung zur „Jeanne d’Arc“ derselben Institution auf und lehne jeden Sparvorschlag ab, schimpfte Hoff. Esser brüllte zurück: „Benny, ich bin nicht Frau Paus!“ Am Ende ging der merkwürdige Streit im Gelächter der anderen Haushälter unter. za

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