Berlin : HINTER DEN KULISSEN

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Dass die rot-rote Koalition seit vier Jahren weitgehend reibungslos arbeitet, ist unter anderem der Arbeit von Uwe Doering und Christian Gaebler zuzuschreiben. Jetzt bemühen sich die beiden parlamentarischen Geschäftsführer von Linkspartei/PDS und SPD auch jenseits der vielfältigen Kooperation im Abgeordnetenhaus darum, persönlich voneinander zu lernen und Verständnis für den anderen zu finden. Vergangenen Freitag nahm PDS-Mann Doering den Kollegen Gaebler zum Spiel seines Fußballvereins mit – der 1. FC Union. Die Mannschaft spielte gegen Greif Torgelow zwar nur Unentschieden, aber Doering fand: Nicht schlecht, kann Hertha noch was von lernen. Was Union wiederum von Hertha lernen kann, will Gaebler nun Doering im Mai vorführen. Da nimmt der Sozialdemokrat den PDS-Mann mit zum Spiel seiner Lieblingsmannschaft. Ein privater Austausch mit politischem Symbolwert: Aller Wahlkampf-Rhetorik zum Trotz würde eine mögliche Fortsetzung der rot-roten Koalition auch nach dem 17. September auf einem soliden persönlichen Fundament ruhen. lvt

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Auf dem Weg in den Urlaub nach Spanien fiel es Ingrid Stahmer wieder ein. Damals, Mitte der neunziger Jahre, als sie SPD-Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl war, hatte das ZDF sie als Überraschungsgast in die Sendung „Was nun, Herr Waigel?“ eingeladen. Der Ex-Bundesfinanzminister habe, so erinnert sich die Sozialdemokratin, auf die Schilderung der Berliner Finanznöte mit der klaren Empfehlung reagiert, dann müsse die Hauptstadt eben neue Schulden machen. Es wäre doch schön, dachte sich Stahmer, so kurz vor der Verhandlung in Karlsruhe über die Haushaltsnotlage- Klage Berlins solche Sprüche beweissicher dokumentiert zu haben. Leider endet das Videoband, das sie noch fand, etwas zu früh. Schade! za

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