Berlin : HINTER DEN KULISSEN

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Diese Verhandlung will sich Friedbert Pflüger schenken: Ab Montag muss sich ein 55-Jähriger vor dem Amtsgericht Hannover wegen Beleidigung verantworten. Er soll vor der Bundestagswahl im vergangenen September mit einem Edding-Stift Beschimpfungen auf insgesamt 13 Wahlplakate geschrieben haben, auf denen der damalige CDU-Direktkandidat für den Bundestag und jetzige Spitzenkandidat der Berliner CDU für die Abgeordnetenhauswahl abgebildet war. „Üble Nachrede und Verleumdung zum Nachteil einer Person des politischen Lebens“, lautet die Anklage. Auch wenn Pflüger nicht anreist, hat er doch die Ermittlungen verfolgt: Der Täter sei auf frischer Tat ertappt worden, der Edding verschwunden. mne

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Der CDU-Kulturpolitiker Uwe Lehmann- Brauns , ein bekennender West-Berliner, hat für den Osten viel übrig und reist immer wieder nach Russland. Jüngst sprach der Abgeordnete, im Hauptberuf Rechtsanwalt, in Moskau über die Anwaltsausbildung. Im Hotel traf Lehmann-Brauns ausgerechnet Kultursenator Thomas Flierl (Linkspartei/PDS), dem er in herzlicher Gegnerschaft verbunden ist. Der Senator war zur Ehrung des Intendanten Bernd Wilms im Bolschoi-Theater. Dort wollte Lehmann-Brauns auch vorbeischauen, hatte allerdings keine Einladung und scheiterte deshalb an den Einlass-Kontrollen. Hätte Flierl helfen können? Er habe nicht gefragt, sagt Lehmann-Brauns: „Wir waren beide gleichermaßen entsetzt, als wir uns im Hotel begegneten.“ wvb.

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Im August wird Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linkspartei/PDS) 50 Jahre alt. Zeit, sich Gedanken über die zweite Lebenshälfte zu machen. Vielleicht hatte der Senator das im Kopf, als er gestern im Rahmen einer Informationstour zu Medizintechnik-Unternehmen beim Unternehmen „aap“ in Tempelhof vorbeischaute, das künstliche Hüften und Knie entwickelt. „Was mache ich, wenn ich ein neues Gelenk brauche?“, fragte Wolf schmunzelnd, als ihm der Produktionsleiter einen metallfräsenden Roboter zeigte. Was er bei „aap“ sah, beeindruckte den Senator – vor allem natürlich wegen des wirtschaftlichen Potenzials der Branche. Und auch die anderen Unternehmen, die Wolf an diesem Tag besuchte, machten ihn zuversichtlich, dass es mit Berlin wirtschaftlich wieder bergauf gehe – und sei es mit künstlichen Gelenken. lvt

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