Berlin : HINTER DEN KULISSEN

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Wie praktisch, wenn man die richtigen Leute kennt. So wie Irmgard Schwaetzer zum Beispiel, die frühere Bundesbauministerin und FDP-Politikerin. Die 66-Jährige ist außerdem Vorsitzende des Domkirchenkollegiums des Berliner Doms. Deswegen sucht sie nach Sponsoren, die die Restaurierung des vergoldeten Domkreuzes finanzieren helfen. Das ist schadhaft und wurde kürzlich abgenommen. Also schrieb Frau Schwaetzer an ihren Parteifreund Markus Löning , der für die Berliner FDP im Bundestag sitzt. Der wiederum machte gemeinsam mit anderen Politikern wie Wolfgang Thierse das Anliegen per Brief dem Staatsminister für Kultur schmackhaft, Bernd Neumann. Kürzlich kam die Antwort: Der Kulturstaatsminister wies zwar darauf hin, dass der Bund bereits Millionen in den Wiederaufbau des Doms gesteckt habe. Trotzdem zeigte er sich großzügig: Bis zu 200 000 Euro lege der Bund noch für die Sanierung drauf, immerhin mehr als ein Viertel der veranschlagten Kosten. lvt

Normalerweise ist das ein heikles Spiel. Wenn zwei getrennte Ehepartner nach erbitterter Scheidungsschlacht zum ersten Mal auf demselben Fest erscheinen, können Räume schrumpfen und Tuscheleien die Lautstärke von Alarmsirenen annehmen. Für ihr getrenntes Comeback mit neuen Begleitungen wählten sich Friedbert Pflüger und Margarita Mathiopoulos die perfekte Veranstaltung aus. Bei der Gala „Cinema for Peace“ neutralisierten so viele Hollywood-Legenden das Feld, dass unangenehme Situationen nicht befürchtet werden mussten. Pflüger saß mit seiner neuen Frau Sibylle in der Nähe der Bühne. Mathiopoulos präsidierte als Vorstandsvorsitzende der Sicherheits- und Energiefirma EAG neben dem Designer Wolfgang Joop an einem Tisch, dessen Gastgeberin sie war. Die Joop-Robe, die sie in Größe 34 trug, war dem Anlass entsprechend besonders schick und aufwendig gearbeitet, und es gab sie auch nur einmal. Mit an ihrem Tisch saßen der russische Botschafter Wladimir Kotenew und Frau Maria und sahen zu, wie auf der Bühne die Weltstars Antonio Banderas und Marianne Faithful eine bewegende Laudatio auf Zainap Gashaeva und die Organisation Echo of War für ihre Menschenrechtsarbeit in Tschetschenien hielten. Bi

Der Brief eines Bewerbers für die Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters brachte die Fraktionsgeschäftsführer der Grünen und der Liberalen dazu, wieder einem gemeinsamen Laster zu frönen. „Per aspera ad astra“, über raue Pfade zu den Sternen wollte der Aspirant mit seinem professionellen Faltblatt gelangen, das an die Grünen-Fraktion adressiert war. Allerdings bewarb sich der Mann auf eine Stelle in der FDP-Fraktion, und so eilte der Grünen-Geschäftsführer Reiner Felsberg zu seinem FDP-Kollegen Steffen Saebisch, um Klarheit zu schaffen. Und da Felsberg kürzlich in Urlaub auf Kuba war, brachte er Saebisch gleich eine Cohiba mit. Beide rauchen gern Zigarillos, ab und zu auch gemeinsam. Warum nicht mal eine gute Zigarre? Aber bald nur noch außerhalb des Parlamentsgebäudes, wegen des strengen Rauchverbots. za

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