Berlin : HINTER DEN KULISSEN

-

Eigentlich hat Klaus Wowereit ein dickes Fell. Kritik und Anwürfe des politischen Gegners lässt der Regierende Bürgermeister meist an sich abperlen. Hin und wieder sind aber auch bei ihm die Grenzen der Geduld erreicht. Zum Beispiel, als ihn kürzlich ein früherer Aktivist der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) in einem Internet-Artikel beschimpfte. Ein „Lügner“ und ein „Schmierenkomödiant“ sei Wowereit, schrieb der Künstler Daniel Neun , der bei der letzten Abgeordnetenhauswahl erfolglos für die WASG kandidierte. Neben Kritik am rot-roten Senat enthielt Neuns Polemik auch persönliche Beschimpfungen. Wowereit ging das zu weit, er stellte Strafanzeige wegen Beleidigung. Mit Erfolg: 600 Euro Geldstrafe muss Neun, der der WASG inzwischen nicht mehr angehört, jetzt zahlen. Aufgefallen war Wowereit und seinen Mitarbeitern die Beschimpfung im Internet dank des Google-Dienstes „News Alerts“, der sie täglich informiert, was über den Regierungschef geschrieben wird. „Auch ein Regierender Bürgermeister muss nicht alles unwidersprochen hinnehmen“, begründet das sein Sprecher. lvt

Auf dem Integrationsfest des Berliner Fußballverbands zog der Grünen-Abgeordnete Benedikt Lux den Hauptpreis: ein von allen Spielern unterschriebenes Trikot von Schalke 04. Auch der Name des Spielers mit der Nummer 6, Hamit Altintop, ist mit dabei. Nur der Schriftzug des Schalke-Sponsors Gazprom erfreute den Grünen nicht. „Ein Riesenkonzern, der nicht auf regenerative Energien setzt“, meint Lux. Aus dem Geschenk könnte man aber trotzdem Kapital für einen guten Zweck schlagen, dachte er sich. Durch den geplanten Wechsel von Altintop zu Bayern München habe das Trikot Seltenheitswert. Vielleicht wird ja Altintop die Königsblauen auch zur Meisterschaft schießen. Jetzt ist das Trikot zur Auktion freigegeben. Angebote nimmt die Sport-Bar „Schmittz“ in Mitte, Tor- Ecke Gormannstraße, bis 13. Mai entgegen. sib

0 Kommentare

Neuester Kommentar