Berlin : HINTER DEN KULISSEN

Bei der „Parade der Gleichheit“ in Warschau wird Berlin nicht fehlen. Um den Schwulen und Lesben zu helfen, von der polnischen Regierung nicht mehr als „abartig“ eingestuft zu werden, fahren heute Grüne, Sozialdemokraten und Sozialisten gen Osten, um am bunten Protestmarsch teilzunehmen. Der Grünen-Abgeordnete Thomas Birk war schon 2006 in Warschau, zusammen mit den Parteifreunden Claudia Roth und Volker Beck. Für die Linkspartei/PDS will deren Landeschef Klaus Lederer die Homophobie im Nachbarland bekämpfen. Der SPD-Landesvorstand hat sogar einen Beschluss gefasst, in dem die Verfolgung von Homosexuellen als „Verletzung von EU-Recht“ kritisiert wird. Auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Mechthild Rawert und Canan Bayram, die im Abgeordnetenhaus sitzt, werden nach Polen fahren. In Berlin gehören Christopher Street Day mitsamt Regenbogenfahne vor dem Rathaus längst zum hauptstädtischen Veranstaltungsprogramm. za

Nach der Fraktionssitzung am Dienstag wollte der FPD-Abgeordnete Sebastian Czaja mit seinem Auto vom Parkplatz neben dem Martin-Gropius-Bau fahren. Da traf er auf Ex-Kultursenator Thomas Flierl (Linkspartei/PDS), heute stadtentwicklungspolitischer Sprecher. Flierl ließ Czaja generös die Vorfahrt. Als der Liberale nach Öffnen der Schranke losfahren wollte, bemerkte er, dass Flierl mit seinem Auto hinter seinem Pkw gehalten hatte. Der Linkspolitiker fuhr mit Millimeter-Abstand hinter Czaja vom Parkplatz, trickste die Lichtschranke aus und sparte dadurch eine Parkgebühr von zwei Euro. Jetzt lässt ihn die FDP fragen, ob er die zwei Euro nicht dem Martin-Gropius-Bau spenden möchte. sib

Um kurz vor neun Uhr erhielt die CDU-Fraktion am Dienstag unangemeldeten Besuch. Ob vielleicht ein Politiker da sei, dessen körperliche Konstitution man testen wolle, fragten RTL-Fernsehleute. Zufällig kam in diesem Moment CDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger dazu. Dieser ließ sich Gewicht, Ruhepuls und Körpergröße messen und machte danach zehn Liegestütze. Das RTL-Team wollte das Regierungsprogramm „Fit statt Fett“ in der Praxis testen. Der Beitrag wurde bei Stern TV ausgestrahlt. Pflüger bekannte, dass er mit einem Body-Mass-Index von 1 über Idealgewicht gut leben könne. Er sei durchaus gewillt, mit seinem kleinen Sohn weiterhin Fußball zu spielen.sib

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