Berlin : HINTER DEN KULISSEN

Ein liberaler Kahlkopf, Ambrosia-Alarm und gestörte Mauerstreifzüge

Zuerst hat sich der FDP-Abgeordnete Volker Thiel gewundert. Als er in sein Büro kam, werkelte ein Mann, den er nicht einordnen konnte, am benachbarten Schreibtisch herum. Na, vielleicht ein neuer IT-Mitarbeiter, dachte Thiel. Aber dann kam ihm die Erleuchtung. Denn er teilt sich das Büro mit dem Fraktionskollegen Christoph Meyer, und der hat sich eine Glatze schneiden lassen. Das machte ihn fast unkenntlich. Der blonde Meyer, der mit einem ständig breiter werdenden Scheitel zu kämpfen hat, wollte testen, ob „oben ohne“ nicht schöner ist. Er will sich das Haar aber wieder wachsen lassen. za

Freunde Berlins, die das Internetportal der Stadt nutzen, wundern sich, wie gefährlich es bei uns ist. „Achtung, Ambrosia!“, warnt Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher schon seit einer Woche ganz oben auf der Startseite. Die allergieauslösende Pflanze breite sich in Berlin aus und könne bei besonders empfindlichen Menschen zu Angstzuständen und Asthma führen. Es wird dazu aufgerufen, das giftige Grün mit der Wurzel auszureißen und zu vernichten. Da gehen die Hamburger, oft als kühl verschrien, fröhlicher an den Sommer heran. Sie lösen auf ihrer Stadt-Homepage gerade den „Arschbombenalarm“ aus: Am Wochenende findet an der Alster die Weltmeisterschaft im „Splashdiving“ statt. za

Die von Michael Cramer organisierten „Mauerstreifzüge“ sind ein Publikumsmagnet. Der grüne EU-Verkehrspolitiker und seine Berliner Parteikollegin Claudia Hämmerling laden regelmäßig zu Touren entlang des Mauerradwegs ein. Vergangenen Sonnabend wartete Cramer an der Bootsanlegestelle in Kladow auf Radler, um von dort aus zu starten. Doch der Fährmann am Wannsee durchkreuzte die Pläne: Mehr als 25 Radfahrer würde er nach Kladow nicht mitnehmen. Da half auch kein gutes Zureden. So radelte Hämmerling mit 50 Leuten durch den Grunewald, während Cramer mit 25 Radlern den Mauerradweg entlangfuhr. Getroffen haben sich die beiden Gruppen dann in Spandau. sib

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