Hintergrund : Hertha BSC zahlt pro Spiel mindestens 175.000 Euro Miete

Was würde bei einem Umzug der Hertha nach Tempelhof aus dem Olympiastadion?

ALLEINGESELLSCHAFTER

Das Land Berlin ist seit 6. April 2006 Alleingesellschafter der Olympiastadion Berlin GmbH. Wenn Hauptnutzer Hertha BSC ausfällt, fehlen der landeseigenen Gesellschaft jährliche Mieteinnahmen in Höhe von rund 3,2 Millionen Euro. Das sind, grob gerechnet, ein Fünftel des gesamten Umsatzes der Betreibergesellschaft, die bislang ohne Zuschüsse aus dem Landeshaushalt auskam.

SCHWANKENDE MIETE

Die Miete von Hertha BSC ist gestaffelt: Pro Heimspiel zahlt Hertha rund 175 000 Euro, ab 50 000 Fans sind 250 000 Euro fällig. Darin enthalten sind Ausgaben für Strom (Flutlicht, VIP-Räume, Küche) und Wasser (Rasen, Toiletten).

DIE AUSLASTUNG

In diesem Jahr sind mindestens 28 Großveranstaltungen terminiert, davon 19 Spiele von Hertha. Der Klub kann jedoch im Europa- und DFB-Pokal weitere Termine buchen.

DIE SPORTARENA

Neben Istaf oder den Deutschen Leichtathletik-Jugendmeisterschaften finden dort jährlich die DFB-Pokalfinals statt vor 75 000 Fans – sowie Länderspiele wie das im November gegen England. Im kommenden Sommer findet im Olympiastadion die Leichtathletik-WM statt; Berlin hat sich zudem für das Champions-League-Finale 2011 beworben.



DIE SHOWBÜHNE

Neben Shows wie Pyronale oder Mario Barth finden dort Konzerte statt wie etwa von Madonna. 2009 kommen Depeche Mode. Und wer noch? Angeblich planen Bands wie U2 oder AC/DC Tourneen durch Europa. Miete: 500 000 Euro.

DIE SEHENSWÜRDIGKEIT

Vor allem Firmen buchen die Logen für Empfänge oder die VIP-Tribüne, um im Stadion Mode oder Autos zu präsentieren. Miete: Zwischen 5000 und 200 000 Euro. 2007 wurde das Stadion an 133 Tagen für VIP-Veranstaltungen und Filmdrehs gebucht. Zudem kamen 276 000 Tagestouristen, um die Arena einmal ohne Stars zu fotografieren. AG/za

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