Hipster-Wintercup : Hip, hip, Hurra

Ski-Staffel mit Jutebeutel und Club-Mate-Eis-Wettlutschen: Die beliebte Hipster-Olympiade wird nun auch im Winter ausgetragen. Um erfolgreich an den Start zu gehen, ist neben Kreativität und sportlichem Ehrgeiz vor allem eins wichtig: eine große Portion Selbstironie.

Steffi Sandkaulen
Hipster Ari Garcia hat sichtlich Spaß auf dem Wintercup. Foto: Steffi Sandkaulen
Hipster Ari Garcia hat sichtlich Spaß auf dem Wintercup.Foto: Steffi Sandkaulen

Wenn der Hipster Ski fährt, sind die Kufen aus Holz. Natürlich mit Gold angesprüht. Solche und ähnliche Beobachtungen ließen sich beim diesjährigen Hipster-Wintercup machen, der im erst vor kurzem eröffneten Club „Kosmonaut“ stattfand. Ein einzigartiges Spektakel spielte sich dort ab.

In der ersten Wettbewerbsdisziplin „Juteski-Staffel“ werden Bretter unter die Füße der Teilnehmer geschnallt. Zwei Leute pro Team stehen wacklig darauf, balancieren mühsam einen Schritt vor den anderen. Ziel ist es, einen Jutebeutel-Staffelstab an das dritte Teammitglied zu übergeben, abzuschlagen, umzukehren. Das schnellste Hipster-Team gewinnt. Kaputte Fußschnallen und Stürze – geschenkt, Hauptsache es macht Spaß.

Bereits zum dritten Mal wird der, zugegeben nicht ganz ernst gemeinte, Wettbewerb ausgetragen. Die Winteredition feiert jedoch Premiere. Hornbrillenträger messen sich hier nicht nur darin, wer die engste Hose trägt, sondern gleich in neun Disziplinen. Um erfolgreich an den Start zu gehen, ist neben Kreativität und sportlichem Ehrgeiz vor allem eins wichtig: Eine große Portion Selbstironie. Sei es beim Club-Mateeis-Wettlutschen oder der Spielrunde um das „Hippest Profile Pic“.

Hipster-Olympiade-2012
Die Königsdisziplin: Der Schnauzer. Hipsterinnen müssen da improvisieren Foto: dapdWeitere Bilder anzeigen
1 von 11Foto: dapd
21.07.2012 18:35Die Königsdisziplin: Der Schnauzer. Hipsterinnen müssen da improvisieren

Beim ersten Spiel sind noch alle zwölf Teams dabei. Nach jeder Disziplin reduziert sich die Teilnehmerzahl, bis sich im Finale nur noch die zwei besten Mannschaften gegenüberstehen.

Ari Garcia ist einer der Teilnehmer, die sich bei frostigen Minustemperaturen auf das Gelände in der Nähe vom Bahnhof Ostkreuz getraut haben. Mit seinem Team „Hiptechster“ ist er sich sicher, den Kampf gegen die Herausforderer von „Mettigel“ oder „Turbo-Mate“ aufnehmen zu können. „Wir gewinnen die Herzen, deswegen gewinnen wir den Wettbewerb“, sagt Ari. Ausgestattet mit Kapitänsmütze, Glitzer-Kriegsbemalung und einer großen Tasche mit warmen Socken, Extra-Glitzer und Konfetti - als Notration -  fühlt er sich fit für die Spiele.

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