Historische Orte in Berlin : Das Wochenende des Offenen Denkmals

Schlösser, Kirchen, Fabrikhallen: Etwa 300 historische Orte in Berlin stehen an diesem Wochenende für Besucher offen.

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Park und Schloss Biesdorf in Berlin-Biesdorf.
Park und Schloss Biesdorf in Berlin-Biesdorf.Foto: Thilo Rückeis

Diesmal ist auch ein wahres Dornröschenschloss dabei: Schloss Biesdorf im gleichnamigen Ortsteil von Marzahn. Dort wurde in den vergangenen drei Jahren zwar keine schlummernde Schönheit wachgeküsst, dafür werkelten aber an allen Ecken und Enden heftig Bauarbeiter, sodass der gesamte, einst stark heruntergekommene Prachtbau nun zu neuem Leben erweckt ist.

An diesem Sonntag können alle Interessierten erstmals einen Blick in das von Grund auf sanierte Schlösschen werfen. Dann wird es ab 12 Uhr offiziell wieder eröffnet – und zwar pünktlich zum diesjährigen Wochenende des Offenen Denkmals am 12. und 13. September.

Tage des Offenen Denkmals

Diese Veranstaltung hat Tradition. Seit 1993 werden alljährlich bundesweit die Tage des Offenen Denkmals organisiert. Rund 7700 historische Orte sind diesmal in Deutschland dabei, davon in Berlin etwa 300 – von Stätten, die jeder kennt, wie der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche bis zu unbekannten Orten wie dem einstigen Tieranatomische Theater an der Philippstraße in Mitte.

Verschwundene DDR-Bauten
Der Palast der Republik: Jahrelang wurde über das architektonische Aushängeschild der DDR gestritten. Schließlich entschied der Bundestag 2003, den Palast abzureißen. Viele Ausstattungsstücke sind in Museen oder Privaträumen erhalten geblieben.Alle Bilder anzeigen
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14.08.2013 12:26Der Palast der Republik: Jahrelang wurde über das architektonische Aushängeschild der DDR gestritten. Schließlich entschied der...

Man kann buchstäblich in die DDR-Geschichte einsteigen, so im früheren Grenzwachturm am Potsdamer Platz oder im „Haus des Lehrers“ am Alexanderplatz. Und die Industriegeschichte spielt eine besondere Rolle, weil das Motte der Denkmalstage diesmal lautet: „Handwerk, Technik, Industrie“.

Führungen über Berlins ersten Flugplatz

Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Zehlendorfer Eisenbahn & Hafen AG an der Goerzallee erklärt der Verein Märkische Kleinbahn die frühere Sicherheitstechnik und lädt zu Fahrten mit Kleinlokomotiven ein.

Es gibt Führungen über Berlins ersten Flugplatz Johannisthal sowie durch heute von Künstlern genutzte Fabrikhallen wie die ehemalige Tresorfabrik S. J. Arnheim in Gesundbrunnen oder die Kreuzberger Regenbogenfabrik.

Programminfos: Online www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/denkmaltag2015/. Oder über die Info-Hotline 030-36443809 (am Wochenende erreichbar). Das gedruckte Programm gibt es an beiden Denkmalstagen im Landesdenkmalsamt, Klosterstraße 47, jew. 7–19 Uhr.

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