Berlin : Hochhaus bleibt eingerüstet Für Kollhoff-Bau ist keine Reparatur in Sicht

Noch immer ist die Ursachenforschung für die im letzten Jahr entdeckten Fassadenschäden des Kollhoff-Hochhauses am Potsdamer Platz nicht abgeschlossen. Wie Daimler-Sprecherin Ute Wüest von Vellberg mitteilt, habe das Unternehmen gehofft, „dass Spezialisten schneller zu Potte kommen“. Ein Gutachten über abgeplatzte Ziegelplatten läge zwar vor, aber es müssten noch weitere Materialtests erfolgen. Es gebe vier verschiedene Fehlermöglichkeiten, weitere Gutachter müssten gehört werden. Für eine Reparatur könne man noch keine Termine nennen. „Wir bedauern das sehr.“

Seit dem Spätsommer 2006 ist das nach Plänen des Architekten Hans Kollhoff vor zehn Jahren errichtete 25-stöckige Hochhaus von Gerüsten umgeben, dadurch sind auch die Gehwege vor Restaurants und Läden beeinträchtigt. Die Geschäftsleute und Ladenbesitzer im Haus hatten anfangs auf eine schnelle Reparatur gehofft, zunächst war auch von Routineuntersuchungen und Schönheitsreparaturen die Rede.

Die Mieter seien „voll eingebunden“, sagt die Unternehmenssprecherin. Anfangs hieß es, der kalte Winter könnte die Fugen an großen Fassadenteilen beschädigt haben.

Architekt Hans Kollhoff ist enttäuscht, dass das markante Gebäude schon so lange eingerüstet ist. Zu den Ursachen will er wegen des zu erwartenden Rechtsstreits nichts sagen. Einen eventuellen Imageschaden für sich sieht er allerdings nicht: „Wir haben schon so viele Häuser gebaut und bewiesen, dass es an uns nicht liegen kann.“C. v. L./oew

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