Berlin : Hochkarätige Ku’damm-Premiere

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Ihre Gästeliste für den abendlichen Empfang im ersten deutschen Geschäft der Schweizer Uhrmacherdynastie Piaget am Kurfürstendamm 56 hielt gestern Vormittag die BoutiqueManagerin Nicole Hörmann streng geheim. Im verarmten Berlin sollte wohl nicht öffentlich werden, wer als potenzieller Kunde für die gestern von Models live vorgeführte teure Uhren- und Schmuckpracht in Frage kommt, mit der der Genfer Nobel-Juwelier die Reichen und Schönen in aller Welt schmückt. Wer den eleganten, puristisch in Grautönen gestylten Laden am Ku’damm betritt, ahnt nicht, dass die Wiege der Piaget-Edeluhren 1874 in einem abgeschiedenen Dorf im Schweizer Jura stand. Das ist als „Tal der Tüftler“ bekannt – so einer war auch Georges Edouard Piaget, der die ersten Uhrwerke unter seinem Namen auf dem elterlichen Bauernhof fertigte. In der vierten Generation ist der Uhrmacher ein studierter Uhreningenieur und heißt Yves G. Piaget. Der charmante weißhaarige Herr äußerte sich gestern zuversichtlich über das Potenzial und die Zukunft Berlins, in die er – passend vor Weihnachten – mit seiner Ladeneröffnung investierte. Viel gesehen hat der 59-Jährige aber nicht von der Stadt – schon heute jettet er weiter nach Hongkong. Als „Botschafter der Marke Piaget“ ist er auf internationalen Society-Parketts unermüdlich unterwegs. Erfolgreich - weltweit hat er 26 Filialen. Fürst Rainier von Monaco zählt zu seinen Freunden und machte ihn zum Officer de l’Ordre de St-Charles. Auch eine Rose heißt heute Piaget, und in den „luxuriösen Achtzigern“ erwarb Piaget sogar einen Titel: „Juwelier der Uhrmacher“ – für die mit 3,5 Millionen Schweizer Franken damals teuerste Herrenuhr der Welt aus 154 Gramm Platin und 296 Diamanten. hema

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