Berlin : Hochkarätige Schmuckpräsentation im KaDeWe

Julia Rehder

Marilyn ist einfach unsterblich. Richard Claydermann auch. Beide werden sie immer wieder gerne aus der Schublade gezogen. So geschehen auch am Dienstagabend bei der Schmuckpräsentation von Mikimoto und Wellendorff im KaDeWe. Erstere in Form eines Doubles, das zwar nicht ihre Ausstrahlung imitieren konnte aber zumindest die gleiche Perlenkette trug. Die echte Monroe hatte sie sich 1954 auf ihrer Hochzeitsreise mit Joe DiMaggio um den Hals gehängt. Sie war ein Geschenk von Mikimoto, dem Erfinder des Systems der Zuchtperle. "Er wollte damit jeder Frau eine Perle schenken", betont Paul Sterman, heutiger Direktor des Traditionshauses, die feine Geste des Gründers.

Bis zu der Berliner Damenwelt schien er allerdings nicht vorgedrungen zu sein. Die meisten zeigten sich unbehängt. Richard Claydermann hingegen war nur in Form seines Ohrwurms "Ballade pour Adeline" präsent, das aber um so aufdringlicher. Im Verlauf des Abends wurden die Songs dann schmissiger - vorzugsweise Hits aus den Musicals der 50er und 60er Jahre - und auch die Schmuckpräsentation entfernte sich vom Schmollmund-Klischee.

Fast nervös wurden die Fotografen, als die Models dann halbnackte Tatsachen präsentierten: Sie hielten ihre Brüste nun lediglich mit den Händen bedeckt. Die waren alles andere als nackt, sondern reichlich mit hochkarätigen Ringen verziert - dieses Mal aus dem Hause Wellendorff. Vermutlich ein PR-Gag aus der Ideenschmiede der Gattin Eva-Maria Wellendorff, die auch sonst ihrem Hans-Peter bei neuen Kreationen auf die Sprünge hilft.

Zwei andere Models trugen das Gold in Form eines lässig fallenden Tops gleich direkt auf der nackten Haut. Schauspieler Tilo Prückner fühlte sich animiert mit seiner Frau Brigitte über den Preis des Luxushemdchen zu spekulieren. Mit schnäppchenverdächtigen 60000 Mark lag er dann auch fast richtig. Insgesamt wurde an dem Abend Schmuck im Wert von fünf Millionen spazieren getragen.

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