Hochschulen : Berlin liegt bei neuen Studienplätzen vorne

Die Hauptstadt hat seine Verpflichtung aus dem Hochschulpakt mehr als erfüllt: Fast 20.000 Plätze wurden für Erstsemester geschaffen, damit liegt Berlin bundesweit vorne. Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern hinken indes beim Ausbau der Kapazitäten hinterher.

BerlinDer Ausbau der Plätze geht auf den Hochschulpakt zurück, mit dem Bund und Länder bis 2010 insgesamt 91.000 zusätzliche Studienplätze schaffen wollen. Nach dem Verteilungsschlüssel müsste Berlin den Angaben zufolge 19.500 Plätze für Erstsemester anbieten. Tatsächlich nahmen 2007 aber mehr als 22.000 junge Leute ein Studium in der Hauptstadt auf, berichtet "Morgenpost Online". Weil der Bund jeden zusätzlichen Platz mit 11.000 Euro finanziert, bekommt Berlin für diesen Ausbau bereits sieben Millionen Euro über die ihm zustehenden 22 Millionen hinaus für seine Hochschulen. Brandenburg liegt 1050 Plätze über Ziel und darf mit 2,8 Millionen Euro zusätzlich rechnen.

Nordrhein-Westfalen hingegen liegt nach eigenen Meldungen an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz um 7000 Studienanfängerplätze unter Soll, Baden-Württemberg 4000, Hessen 2800, Niedersachsen 895 und Bayern 850 hinter dem Ziel für 2007.

Die Wissenschaftsministerien der zurückhängenden Länder verweisen darauf, dass es sich bei den Zahlen um eine Momentaufnahme handele. Nordrhein-Westfalen müsse 26.000 neue Plätze bis 2010 schaffen. Im letzten Wintersemester sei die Studienanfängerzahl um 5,8 Prozent gestiegen. In Stuttgart hieß es, erst 2011 werde abgerechnet. Man sei zuversichtlich, die 15.500 zugesagten neuen Plätze zu schaffen. (rope/ddp)

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