Höhere Gehälter : Junge Lehrer bekommen mehr Geld

Der Senat will Junglehrer besser bezahlen, um zu verhindern, dass sie in andere Bundesländer abwandern. Etwa 400 Euro brutto monatlich sollen sie mehr verdienen.

Um dies zu ermöglichen, sollen die Berufsanfänger innerhalb der neuen tariflichen „Erfahrungsgruppen“ höher eingestuft werden: Sie bekommen somit Berufserfahrung angerechnet, die sie de facto nicht haben, teilte die Bildungsverwaltung am Donnerstag auf Anfrage mit. Zustimmung zu diesem Vorschlag von Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) hat der Senat signalisiert. Die Regelung gilt ab Februar 2009. Inwieweit sie rückwirkend angewandt werden kann, wird nun geprüft. Die Entscheidung wird damit begründet, dass Lehrer in anderen Bundesländern verbeamtet werden und so rund 500 Euro netto mehr verdienen.

Die GEW gab Zöllner am Donnerstag eine Mitschuld an der Abwanderung junger Lehrer. Bewerber, die gern in Berlin bleiben würden, müssten die Stadt verlassen, weil ihnen keine Verträge angeboten würden. Anders als andere Länder wisse Berlin noch nicht, wie viele neue Lehrer zum zweiten Halbjahr benötigt würden. Die Referendare, die jetzt ihre Ausbildung beendet hätten, „tappen weiterhin im Dunkeln“, kritisierte die GEW. sve

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