Berlin : Hör mal, was da wummert

Ob House oder Electropunk – alles ist Techno

-

Wenn am Sonnabend die Berliner ElectropunkBand Mia zusammen mit einem Blasorchester ihren „Elektromarsch“ bei der Love Parade aufführt, wird sicherlich mancher fragen: Was hat das noch mit Techno zu tun? Fest steht, dass etwa 50 Spielarten dazu zählen. Viele seiner härteren und freieren Spielarten werden mittlerweile zum Begriff „Electro“ zusammengefasst. Derzeit en vogue ist – Electropunk. Er bedient sich im Repertoire der Neuen Deutschen Welle. Techno wird zudem immer öfter live aufgeführt, mit dem Laptop und Synthesizern oder aber im Zusammenspiel mit Instrumenten. In der letzten Zeit verzweigte sich Techno immer weiter und nahm andere Musikstile auf, etwa Dub, Punk oder gar Jazz.

Über den Ursprung des Techno ist man sich selbst heute noch nicht einig. Häufig wird behauptet, er sei eine deutsche Erfindung. Denn die Gruppe Kraftwerk hatte erstmals konsequent nur mit elektronischen Instrumenten komponiert und monotone Songs geschaffen. Andererseits gilt aber auch Juan Atkins, ein schwarzer DJ aus Detroit, als Erfinder.

Die schnellste und härteste Variante des Techno ist Gabber, auch Hardcore Techno genannt, mit bis zu 190 Beats pro Minute. Trance hingegen lebt von seichten Klängen und vielen Samples. Kaum noch eine Rolle spielt derzeit Acid, eine der ersten Technoformen, der mit hohen Frequenzen oft an die Schmerzgrenze des Hörbaren geht. Andere Richtungen, die aus dem Techno entstanden, sind Breakbeat, Drum’n’Bass oder Ambient.

Stilbildend bei Techno ist, dass die Musik hart und monoton klingen muss und fast ohne Gesang auskommt. Sie wird aus unterschiedlichen Loops (ständig wiederholten Rhythmen) und Samples (Ausschnitte vorhandener Songs) gemixt. Auch House gehört dazu. Er stammt ursprünglich aus Chicago und wurde nach der dortigen Club-Legende „Warehouse“ benannt. Diese Musik integriert viele melodiöse Parts und oftmals auch Gesang, was sich dann Vocal House nennt. krau

0 Kommentare

Neuester Kommentar