Berlin : Hoffen auf noch mehr Touristen dank MoMA-Flair und Lego

Lothar Heinke

Die Neugier an Berlin am Köcheln halten – so beschreibt Hanns Peter Nerger als Chef der Berlin Tourismus Marketing Gesellschaft sein Geheimrezept für eine Erfolgsstory, um die ihn die Manager anderer Städte beneiden. „Wir haben eine veritable Position, weil wir stets etwas Neues bieten können“, sagt Nerger. Auch 2007 dürften ihm eine Reihe hochkarätiger Ereignisse zu beneidenswerten Bilanzen verhelfen. „Berlin hat so viele Vorzüge, dass über 70 Prozent der ausländischen Gäste den Wunsch haben, noch einmal an die Spree zu kommen.“

Da gibt es 2007 neben Bewährtem neue Magneten für einen Trip in die Hauptstadt: 150 französische Meisterwerke des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung des Metropolitan Museum of Art New York sind vom 1. Juni bis 7. Oktober zu Gast in der Neuen Nationalgalerie. Noch nie in seiner Geschichte hat das Museum so viele seiner Schätze verliehen. „Berlin erwartet eine zweite MoMA-Euphorie“, prophezeit Hanns Peter Nerger. Eine Attraktion ganz anderer Art bietet das Theater am Potsdamer Platz: Ab 9. März tummeln sich hier „Die Schöne und das Biest“ im gleichnamigen Musical. Auf der anderen Seite des Platzes, bei Sony, startet zu Ostern das „Legoland Discovery Center“. Aus 100 000 bunten Spielsteinen entsteht Berlin im Miniaturformat mit allem, was die Stadt an Baulichkeiten zu bieten hat, vom Fernsehturm über die Siegessäule bis zur Gedächtniskirche. Auf 3500 Quadratmetern entsteht ein „Indoor-Legoland“, man rechnet mit einer Viertelmillion Besuchern pro Jahr. Noch mehr dürften ab Mai auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof über das 6000 Quadratmeter große, begehbare Luftbild von Berlin im Maßstab 1:300 staunen: ganz scharf, aus 1525 Metern Höhe fotografiert. Man läuft über die Stadt und durch sie hindurch.

Das taten in diesem Jahr 140 Millionen Besucher, Tagestouristen inklusive. Mit 15,7 Millionen Übernachtungen verbucht Berlin ein Rekordjahr. Weiter so! Mittlerweile warten 88 000 Hotelbetten auf müde Häupter.

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