Berlin : Hoffnung am Checkpoint Charlie Zwangsversteigerung offenbar abgewendet

Die drohende Zwangsversteigerung der zentralen Grundstücke am Checkpoint Charlie, auf denen auch ein Museum zum Kalten Krieg entstehen soll, ist offenbar abgewendet. Nach einem Bericht der „Irish Times“ hat sich der potentielle Investor auf den Arealen an der Friedrichstraße 205 und 47, die irische „Cannon Kirk Group“, mit dem Finanzamt Mitte geeinigt. Cannon Kirk will eine noch ausstehende Steuerschuld in Höhe von 400 000 Euro begleichen. Wegen dieser Forderung war die Versteigerung für den 10. Mai von den Finanzbehörden beim Amtsgericht Mitte beantragt worden.

„Wir werden die Ausstände bezahlen und die Kontrolle über die Areale übernehmen“, zitiert die Irish Times den Chef der Investorengruppe, Michael Cannon. Am Mittwoch war die Zwangsversteigerung allerdings noch auf einer Justizwebsite angekündigt. Die zuständigen Behörden wollten sich zu der neuen Entwicklung wegen des Steuergeheimnisses nicht äußern.

Die Steuerschuld, die Cannon Kirk übernehmen will, stammt noch aus der Zeit der insolventen Vorbesitzer. Deren Schuldenlast ist derart groß, dass die Iren die Areale noch nicht komplett erwerben konnten und ein Zwangsverwalter weiterhin eingesetzt ist. Dennoch einigte sich der Senat bereits mit Cannon Kirk auf den Bau des Museums zum Kalten Krieg, das in einen Neubau an der Friedrichstraße 47 integriert werden soll. Durch die Versteigerung schien dies gefährdet. Die Iren verbreiten nun aber Optimismus. Man einige sich gerade auch mit dem Zwangsverwalter, heißt es. Die komplette Übernahme stehe bevor. CS

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