Berlin : Hoffnungsträger Woody Allen

Im Tempodrom soll trotz Insolvenz vorerst weiter Kultur geboten werden

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Der kleine Eisbär und die Gipsy Kings sollen weiterhin auftreten, und auch das Berliner Konzert von Woody Allen im August soll wie geplant im Tempodrom stattfinden. Das ist zumindest die Hoffnung der TempodromBetreiber Irene Moessinger und Norbert Waehl. Ungeachtet der jüngst vom Senat beschlossenen Insolvenz soll der Kulturbetrieb in der Kulturarena bis auf weiteres uneingeschränkt weitergehen, sagen die beiden. Waehl geht davon aus, dass die Landesbank Berlin zunächst auf Maßnahmen verzichtet, „die uns in die Bredouille bringen“. Moessinger appellierte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz leidenschaftlich dafür, das Haus am Anhalter Bahnhof als Kulturbetrieb zu erhalten. Sie übernahm „die volle Verantwortung“ dafür, dass die Baukosten außer Kontrolle geraten und auf letztendlich 33 Millionen gestiegen waren. „Es tut mir unendlich Leid“, sagte sie mit bewegter Stimme.

Wie eine vorgezogene Abschiedsrede klang es, als sie an Landesbank und Insolvenzverwalter appellierte, das verschuldete Haus als Veranstaltungsort samt rund 100 Arbeitsplätzen zu erhalten – „mit mir oder ohne mich“. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, Moessinger und Waehl hätten unter dem Deckmantel einer privaten Stiftung ein öffentliches Großbauvorhaben errichtet, wies Moessinger zurück. lvt

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