Berlin : Hollywood bangt

Andreas Conrad

freut sich auf den ersten Karibikfilm aus Brand Als Reservoir möglicher Drehorte für Film und Fernsehen ist unsere Region sehr erfolgreich, stößt aber trotz Klimaerwärmung immer wieder an ihre natürlichen Grenzen. Filme, die in Moskau oder Stalingrad spielten, hat man hier inszeniert, sogar das Eismeer, in dem die „Titanic“ versank, wurde kurz nach der Katastrophe in Berlin und Umgebung flugs auf Zelluloid gebannt. Bei Filmen, deren gefühlte Temperatur um den Gefrierpunkt liegt, ist solche Mogelei kein Problem. Versuche, hier Tropenabenteuer abzulichten, hat es durchaus gegeben, sie vermögen aber kaum noch zu überzeugen. Wenn Leonardo DiCaprio heutzutage einen Traumstrand oder Johnny Depp ein karibisches Szenario braucht, fahren sie gleich zu den Originalschauplätzen, nicht nach Berlin zum Wannsee oder in den Botanischen Garten. Nun aber könnte sich das schon bald ändern, geschicktes Marketing vorausgesetzt. Brandenburg oder Bali, Eichenlaub oder Palmwedel – nicht länger ist das ein Gegensatz. Was bleibt Hollywood schon noch angesichts unserer „Tropical Islands“? Das große Zittern.

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