Berlin : Hollywood kommt zu Besuch

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Der Tag wird kommen, da fällt es nicht mehr auf, wenn Berlinale ist – weil der hiesige Alltag ohnehin nur noch aus Kinopremieren, HollywoodInterviews und Dreharbeiten besteht. Man nehme nur diese Tage: Am Donnerstag kommen Regisseur Joseph Vilsmaier und die Schauspieler Daniel Morgenroth, Dana Vávrová und Josefina Vilsmaier in die Stadt, um ihren Alpenfilm „Bergkristall“ vorzustellen. Abends um 19.30 Uhr ist dann in den Hackeschen Höfen Deutschland-Premiere von Ken Loachs „Just a Kiss“. Erwartet wird der Regisseur, vielleicht kommen einige Darsteller. Karten gibt es an der Kinokasse. Am Dienstag nächster Woche feiert Volker Schlöndorff mit seinen Darstellern Ulrich Matthes, August Diehl und Bibiana Beglau im Cinemaxx Potsdamer Platz Premiere seines Films „Der neunte Tag“. Für den 12. November haben sich Renée Zellweger, Hugh Grant, Colin Firth und Regisseur Beeban Kidron angemeldet, um „Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns“ vorzustellen.

Und dann stehen nach wie vor an zahllosen Ecken Kameras herum, in diesen Wochen etwa in der Volksbühne, im Bötzowviertel sowie im früheren Stasi-Hauptquartier Normannenstraße. Gedreht wird „Das Leben der anderen“, Kinodebüt des Autors und Regisseurs Florian Henckel von Donnersmarck, der schon mit Kurzfilmen diverse Preise einheimste. Der Film spielt 1984 in Ost-Berlin, mit Ulrich Mühe als linientreuem Stasi-Hauptmann, der einen erfolgreichen DDR-Dramatiker (Sebastian Koch) überwachen soll. Er lässt dessen Wohnung verwanzen, folgt ihm unsichtbar auf Schritt und Tritt. Doch durch diese Nähe zum Dramatiker und dessen Freundin (Martina Gedeck) entdeckt der Stasi-Mann auch für sich neue Welten: die Liebe, die Kunst, den Wunsch nach Freiheit. ac

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