Berlin : Hooligans gingen mit Eisenstangen aufeinander los

Vor dem Drittligaspiel zwischen dem Fußballklub 1. FC Union und Fortuna Düsseldorf ist es am Sonntag zu Krawallen gekommen: Nachdem die Polizei am Vortag noch von kurzzeitigen Auseinandersetzuungen gesprochen hatte, gab sie am Montag bekannt, dass nur knapp eine Massenschlägerei in Prenzlauer Berg mit Holzlatten, Baseballkeulen und Eisenstangen verhindert werden konnte.

Nach ersten Erkenntnissen von Hooliganfahndern hatte sich in der Milastraße – dort befindet sich eine stadtbekannte Fußballkneipe – die Szene des 1. FC Union versammelt, gleich am Jahnsportpark. Dort seien aber auch sechs Reisebusse aus Düsseldorf eingetroffen, in denen sich Teile der Fortuna-Problemfans befanden. 50 Vermummte seien daraufhin – mit Baseballschlägern und Eisenstangen bewaffnet – auf die Düsseldorfer zugerannt, hätten dann aber die Flucht ergriffen, als sie von der Polizei entdeckt worden waren. Sie entkamen unerkannt, obwohl die Szenefahnder die Straßen absuchten. In friedlicher Absicht waren auch die Düsseldorfer nicht gekommen: Bei der Kontrolle ihrer Reisebusse wurden „mehrere Schlagwaffen“ gefunden, sagte die Polizei.

Nicht nur die 240 Polizisten wurden offenbar von der Gewaltbereitschaft überrascht. Derart bewaffnet traten die beiden Lager bisher nie auf. Fans berichteten schon in der Nacht zuvor von Überfällen auf einzelne Anhänger, bei denen Fortuna- Schals und Trikots geraubt worden sein sollen. In Sicherheitskreisen wird von einem „Nachspiel“ gesprochen: So habe es in der vorigen beim Spiel in Düsseldorf mehrere Angriffe auf Berliner Fans gegeben. Dabei soll auch eine Fahne der Union Fanszene gestohlen worden sein. (Seite 21) AG

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