Berlin : Hort der Vernunft

Gerd Nowakowski

findet Widerstand gegen Kita-Schließungen berechtigt Klasse Idee: Nach dem Unterricht bleiben die Kinder an der Grundschule und werden dort pädagogisch betreut. Ganz einfach zu verstehen, sollte man meinen. Nur die Bezirksverwaltungen scheinen da eine Kleinigkeit nicht kapiert zu haben. Anders ist jedenfalls nicht zu verstehen, dass etwa in Charlottenburg etliche gut funktionierende Schülerläden schließen sollen – um die Kinder dann nicht an deren Grundschule zu betreuen, sondern in eine kilometerweit entfernte Groß-Kindertagesstätte zu schicken. Wofür übrigens die Kleinkinder, die dort bisher untergebracht sind, weichen müssen. Was für eine Logik! Das ist, als hätte man für den Urlaub das Rundum-Sorglos-Paket gebucht und muss am Ende als Kellner arbeiten. So wird aus der gut gemeinten Ganztagsbetreuung ein pädagogisches Desaster. Gefragt ist gesunder Menschenverstand: Wo eine Betreuung an den Schulen derzeit nicht möglich ist, werden eben weiter die vorhandenen Schülerläden genutzt, anstatt den Eltern unsinnige Lösungen aufzuzwingen. Alles andere entmündigt Bürger und macht jedes Vertrauen in Reformen kaputt. Dann ist Widerstand berechtigt.

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