Howoge baut in Berlin-Lichtenberg : SPD inszeniert Baustart als Wahlkampf-Show

In Lichtenberg inszeniert die SPD den Baustart für 400 Wohnungen als Show. Nur das Konfetti fehlt. Das Neubauprogramm der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Howoge hebt die Stimmung.

von
Huch! Wer ist der Herr in blau? Er wurde eigens engagiert. Foto: DAVIDS/Sven Darmer
Huch! Wer ist der Herr in blau? Er wurde eigens engagiert.Foto: DAVIDS/Sven Darmer

Star-Moderator Volker Wieprecht führt durch die große „Wir bauen für Berlin“-Show, vor den Auftritten der SPD-Polit-Matadoren wird ein dynamisches Musik-Intermezzo eingespielt, und beim kollektiven Grundsteinlegen assistiert ein Blue Man. Die gute Laune ist mit Händen zu greifen. Nur das Konfetti fehlt.

Der Baustart von 400 städtischen Wohnungen an der Treskowallee in Lichtenberg wird am Mittwoch wie eine Wahlkundgebung inszeniert. Die Politikerinnen der Linkspartei, Gesine Lötzsch und Katrin Lompscher, verfolgen die Show still im Publikum. Fragen stellen darf nur der jüngst zum „besten Radiomoderator Deutschlands“ gekürte Radio-1-Mann Wieprecht.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) spricht vom wachsenden Berlin und der Herausforderung, neuen Wohnraum zu schaffen, sein Bausenator Michael Müller (SPD) liefert die Zahlen: 200 000 neue Wohnungen in 20 Jahren, das sei zu schaffen. Der Chef der Investitionsbank Berlin, Ulrich Kissing, erläutert den Markt aus Sicht der Investoren: „im Vergleich immer noch preiswert“. Londons Häuser kosteten schon mal 18 000 Euro pro Quadratmeter, Berliner nur 7000. Und Wieprecht fordert die Podiumsteilnehmer auf, ihre Lichtenberg-Begeisterung zu bekennen. Nur leider wohnen die meisten im Westteil der Stadt.

Howoge-Geschäftsführerin Stefanie Frensch verspricht, Wohnungen für ganz unterschiedliche Menschen zu bauen: Die gute „Berliner Mischung“ soll Einzug halten. Sie spricht frei ins Publikum, genau wie ihre Kollegin Sophia Eltrop. 400 Wohnungen bis 2015 seien nur der Anfang der Howoge-„Neubauoffensive“. Es sei ihr „eine Freude“, für ein öffentliches Unternehmen zu arbeiten. Später dann, beim Grundsteinlegen, wünschen die Teilnehmer den künftigen Mietern „alles, alles Gute“.

Autor

6 Kommentare

Neuester Kommentar