Berlin : Hüftgold à la Wowereit

Charlotte Lorraine ist das Lieblingsdessert des Regierenden Bürgermeisters. So wird sie gemacht

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Fingerspitzengefühl beweist Klaus Wowereit vor allem bei Löffelbiskuits. Die müssen nämlich in der Hälfte durchgeschnitten werden, dürfen dabei nicht zerbröseln, ehe sie, in dem Rund eines Tortenrings angeordnet, den Rand abgeben für des Regierenden Bürgermeisters Lieblingsdessert: eine Charlotte Lorraine.

Er isst sie aber nicht nur, er macht sie auch ganz besonders gerne. Zuletzt am Montagabend. Da hat der Regierende in der eigenen Küche zu Messer und Löffel gegriffen, um eine Charlotte Lorraine zu komponieren – als Abschiedsgeschenk für die langjährige landespolitische Korrespondentin des Tagesspiegels, Brigitte Grunert. Sie war gerührt. Schließlich hat ihr die Wowereitsche Charlotte schon bei früheren Gelegenheiten sehr gemundet.

Das ist kein Wunder, bei den Zutaten. Wowereit weiß, was gut ist. Zu seinem Rezept gehört ein Kilo Quark, 40 Prozent („Nicht dieses magere 20prozentige Zeug“, wie Wowereit in Alfred Bioleks Kochstudio im Januar zu Protokoll gab) und 500 Gramm Crème fraîche. Des weiteren: 250 Gramm Löffelbiskuits, die Hälfte in der Mitte durchschnitten, zwei Gläser Sauerkirschen, 8cl Kirschwasser, vier Esslöffel Zucker und zwei bis drei Esslöffel Honig. Mit dem Honig wird der Tortenrand (oder die Quicheform) bestrichen, sodann die durchschnittenen Löffelbiskuits aufrecht gestellt, die restlichen am Boden ausgelegt und bestrichen mit 4cl Kirschwasser, das zuvor mit Zucker gemischt wurde. Die Kirschen werden abgegossen, mit dem restlichen Kirschwasser angereichert. Der Quark mit der Crème fraîche vermengt und mit Zucker abgeschmeckt. Reines Hüftgold also. Danach werden die Kirschen untergemischt. Die Creme kommt danach in die Form und alles zusammen muss acht bis zehn Stunden im Kühlschrank ziehen. Und dann: bon appétit. oew

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