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Humboldt-Forum : Stadtschloss soll bis 2019 fertig werden

Schon im Jahr 2012 soll es erste Bauvorbereitungen geben, spätestens sieben Jahre später ist die Übergabe des fertigen Gebäudes geplant. Wegen der angespannten Haushaltslage hatte die Bundesregierung einen Aufschub veranlasst.

So sieht die Box kurz vor dem Richtfest aus. Foto: dpaWeitere Bilder anzeigen
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06.01.2012 15:40So sieht die Box kurz vor dem Richtfest aus.

Der Neubau des Berliner Stadtschlosses als Humboldt-Forum soll 2018/2019 seiner Bestimmung übergeben werden. Nach Angaben des Staatssekretärs im Bundesbauministerium, Rainer Bomba, gilt dieser Termin als „höchstwahrscheinlich“; zugleich sei es der „feste Wille“ der Bundesregierung und von Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU), dass im Jahr 2013 der erste Spatenstich erfolgt. Der eigentliche Baustart soll 2014 sein. Bomba nahm am Dienstag in Berlin einen Spendenscheck über eine Million Euro vom Förderverein Berliner Schloss entgegen. Zugleich übergab der Verein dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Berliner Schloss, Manfred Rettig, sämtliche bislang hergestellten Modelle für spätere Fassadenteile.

„Bereits 2012 sollen erhebliche Gründungsmaßnahmen vorgenommen werden“, sagte Bomba. Wegen des U-Bahn-Baus unter dem Schlossplatz müssten solche Arbeiten frühzeitig erfolgen, sonst drohten Zusatzkosten von 30 Millionen Euro. Nach dem Spatenstich gebe es 2013 aber nicht mehr als bauvorbereitende Maßnahmen. Ursprünglich sollten die Arbeiten am Schloss 2010 beginnen. Vor allem wegen der angespannten Haushaltssituation hatte die Bundesregierung als Hauptgeldgeber einen Aufschub veranlasst.

Das Schloss soll unter dem Namen Humboldtforum ein Museums- und Kulturzentrum werden. Der Wiederaufbau kostet gut 550 Millionen Euro. Der Förderverein übergab am Dienstag einen weiteren Scheck über eine Million Euro an die als Bauherr eingesetzte Stiftung. Insgesamt soll der Förderverein 80 Millionen Euro der Baukosten beisteuern, um die umstrittene Rekonstruktion der historischen Fassade zu ermöglichen. Bis jetzt seien 14,5 Millionen Euro Spendengelder eingegangen, teilte Vereinsvorstand Wilhelm von Boddien mit

Die einstige Preußen-Residenz war zu DDR-Zeiten unter SED-Chef Walter Ulbricht gesprengt und durch den Palast der Republik ersetzt worden. Nach dem Abriss des asbestverseuchten Gebäudes entschied der Bundestag 2002, auf dem Gelände ein Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum („Humboldtforum“) zu errichten, das die Form und Fassaden des einstigen Schlosses erhält. (dapd,dpa)

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