Hundeeinsatz auf der Stadtautobahn : Polizei lässt lieber privat schnüffeln

Immer der Nase nach – so lief der Polizeieinsatz am Mittwochnachmittag auf der Stadtautobahn in Höhe Messedamm ab. Der Hund, der dabei zum Einsatz kam, war aber doch kein Diensthund der Polizei.

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Unterwegs auf der Autobahn: Der Spürhund der Polizei.
Unterwegs auf der Autobahn: Der Spürhund der Polizei.Foto: Andreas Meyer

Ein Spezialsuchhund schnüffelte sich den Weg, um die Spur zu einem Gewalttäter aufzunehmen. Zehn Kilometer, immer auf der rechten Spur der A 100 – bis zur Abfahrt am Tempelhofer Damm.

Ob der Hund erfolgreich war, blieb auch am Donnerstag ungewiss. Aber nun ist zumindest klar, was der Hintergrund der Suchaktion war: Räuber hatten bereits am 16. März ein Wettbüro in der Kaiser-Friedrich-Straße in Charlottenburg überfallen. Ein Mann wurde dabei durch Messerstiche verletzt, Blut floss. Das Tier sollte dieses erschnüffeln. Allerdings gehörte dieser Spezialhund nicht zur Staffel der Polizei. Die Staatsanwaltschaft hatte einen privaten Hundehalter beauftragt. Warum, dazu gab es gestern keine Erklärung. Doch ein Grund könnte sein, dass die Tat einfach zu lang her war.

Denn auch die Berliner Polizei hat solche Spezialhunde. Doch hier gilt: Drei bis sieben Tage höchstens darf die Spur alt sein. Das sagt der Leiter der „Zentralen Diensthundeführereinheit“, Axel Last. „Private Hunde werden auch nach einem längeren Zeitraum eingesetzt, es gibt da unterschiedliche Theorien.“ Die unterschiedlichen Auffassungen sind offenbar der Grund, warum die Polizei nicht ihre eigenen Tiere einsetzte.

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