Berlin : Hunderte Hände

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Kaum hatte Japans neuer Botschafter Yushu Takashima dem Bundespräsidenten sein Beglaubigungsschreiben überreicht, da schüttelten er und seine Frau Aiko zwei Tage später schon viele hundert Hände. Aus Anlass des Geburtstages von Kaiser Akihito und des japanischen Nationalfeiertages hatte das Botschafterehepaar zum Empfang in die Botschaft in Tiergarten geladen. „Ich bin sehr froh, in Berlin zu sein, denn schließlich habe ich meine Karriere in Deutschland begonnen“, erzählte der Diplomat am Donnerstagabend. 1964 wurde er vom Auswärtigen Amt nach Heidelberg geschickt, um Deutsch zu lernen. Zwei Jahre später begann er als dritter Botschaftssekretär in der Protokollabteilung in Bonn. Aktuell kommt er direkt aus Tokio, zuvor war er Botschafter in Wien. „Als ich das zweite Mal in Bonn war“, erinnerte er sich, „musste ich ein Grundstück für unsere neue Botschaft finden und beim dritten Mal, dann als Gesandter, habe ich den Bauvertrag unterzeichnet. Und wissen Sie, wann das Gebäude fertig war?“ Er lacht. „1990! So kann es gehen. Aber wir sind jetzt sehr froh, dass wir endlich in Berlin sind“, sagt der Botschafter und schüttelt wieder Hände. Zum Beispiel die von HansUlrich Klose und Karsten Voigt . R.B.

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