Berlin : Hygiene-Inspekteur verkaufte Putzmittel

Geldstrafe für Amtskontrolleur

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Als HygieneKontrolleur vom Amt wachte Christian R. über Sauberkeit in großen Küchen oder Imbissstuben. Nicht sauber allerdings waren die Geschäfte, die er nach seinen Inspektionen in Wedding tätigte. Da wurde aus dem Mitarbeiter des Bezirksamtes plötzlich ein eifriger Vertreter: „Darf ich Ihnen ein Putzmittel empfehlen.“ Mit einer Sprühflasche in der Hand führte er vor, dass fiese Fliesen schnell wieder glänzen können. Seine Nebentätigkeit aber brachte den 54-Jährigen vors Amtsgericht. Im Prozess versicherte R.: „Ich habe Dienstliches und Privates stets getrennt.“ Die Richterin: „Wie?“ Der Angeklagte: „Na, da hatte ich den weißen Kittel ausgezogen.“ Mehrere Geschäftsleute sagten, dass sie es für angeraten hielten, die von R. angepriesenen Mittel zu kaufen. Weil es sich mit einem gnädig gestimmten Kontrolleur eben besser reden lässt. Seinen Job hat der Saubermann bereits verloren. Nun muss er in die Tasche greifen: Wegen Vorteilsnahme erging eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 50 Euro. K.G.

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