• Hygienekontrollen in der Gastronomie: „Smiley“-System für Lokale in der City-West

Hygienekontrollen in der Gastronomie : „Smiley“-System für Lokale in der City-West

Charlottenburg-Wilmersdorf informiert jetzt ausführlich über die Ergebnisse von Hygienekontrollen in Gaststätten. Denn die zentrale Online-Liste des Senats genügt nicht allen Bezirken.

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Dieses Fleisch hätte bei höchstens 7 Grad Celsius gelagert werden müssen. Doch die Kontrolleure maßen 10,6 Grad - und damit gute Chancen für krankmachende Keime. Die Fotostrecke zeigt, worauf die Lebensmittelkontrolleure in Pankow bei ihren Inspektionen gestoßen sind. In direktem Zusammenhang mit den Betrieben, die der Bezirk in seiner Negativ-Liste veröffentlicht, stehen die Fotos nicht - aber denkwürdig sind die Aufnahmen allemal.Alle Bilder anzeigen
Foto: Bezirksamt Pankow
24.10.2011 17:00Dieses Fleisch hätte bei höchstens 7 Grad Celsius gelagert werden müssen. Doch die Kontrolleure maßen 10,6 Grad - und damit gute...

Ab dem 1. Juni findet sich auf der Webseite des Bezirksamts nach dänischem Vorbild eine Bewertung mit „Smiley“-Symbolen, zudem werden die Resultate in elf Kategorien gezeigt – von der „Einhaltung lebensmittelrechtlicher Bestimmungen“ bis zur „Reinigung und Desinfektion“.

Der fürs Ordnungsamt zuständige Stadtrat Marc Schulte (SPD) hält die Mitte 2011 vom Senat gestartete Internetseite „Sicher essen in Berlin“ für unzureichend, weil es nicht aus allen Bezirken Ergebnisse gebe und diese nur als Gesamtnote gezeigt würden. Umfangreichere Bewertungen bieten auch Pankow, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf auf ihren Seiten. Dagegen veröffentlichen Mitte und Spandau die Kontrollergebnisse gar nicht. Die Bezirke streiten vor allem darum, ob es vor der Veröffentlichung der Prüfergebnisse ein Anhörungsverfahren geben muss.

Stadtrat Schulte betonte, die Bewertungen seien „immer nur Momentaufnahmen“, bei jeder Kontrolle erfolge eine neue Risikobewertung. Damit habe jeder Betrieb die Chance, sich zu verbessern. Die Veröffentlichung stelle auch „keinen Pranger“ dar, sondern sei mehr als Werbung für gut geführte Lokale zu verstehen.

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