ICE von Berlin nach München : Endspurt für Schnellfahrstrecke

In wenigen Tagen startet der Probebetrieb auf der neuen ICE-Strecke der Deutschen Bahn. Die soll Fahrgäste in vier Stunden von Berlin nach München bringen.

Ein ICE fährt auf der ICE-Neubaustrecke zwischen Erfurt und dem fränkischen Ebensfeld.
Ein ICE fährt auf der ICE-Neubaustrecke zwischen Erfurt und dem fränkischen Ebensfeld.Foto: Martin Schutt/dpa

Die Deutsche Bahn beginnt auf ihrer neuen Schnellfahrstrecke Berlin-München in wenigen Tagen mit dem Probebetrieb. Die Reisezeit verkürzt sich mit der Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Berlin und München dann auch vier Stunden. Bisher brauchten die Züge mindestens sechs Stunden, um die 600 Kilometer lange Strecke zurückzulegen.

Viereinhalb Monate vor der geplanten ersten Fahrt mit Reisenden am 10. Dezember liege das Projekt im Zeit- und Kostenrahmen, sagte Infrastruktur-Vorstand Ronald Pofalla am Freitag in Berlin. In zehn Jahren seien zehn Milliarden Euro verbaut worden.
Mit Beginn des Probebetriebs fahren die ICE-Züge unter der Überwachung des Kontrollsystems ETCS. Diese Leit- und Sicherungstechnik arbeitet elektronisch und per Funk. Es gibt keine Streckensignale mehr.
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte, zu dem Neu- und Ausbauprojekt von Nürnberg über Erfurt und Halle (Saale) nach Berlin habe „es nie eine Alternative gegeben“.

Eine Verbindung zwischen München und Berlin unter vier Stunden sei „nicht nur konkurrenzfähig mit anderen Verkehrsträgern wie dem Flugzeug“, sie werde auch neue Marktanteile erobern. Ziel sei es, die jährliche Fahrgastzahl auf der Strecke von 1,8 Millionen auf 3,6 Millionen zu verdoppeln. (dpa)

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