Berlin : Ich bin ein Beniner

Rolf Brockschmidt

Mit einem prächtigen Fest feierte gestern die Beninische Gemeinde in Berlin: Der Staatspräsident des afrikanischen Staates, Boni Yayi, hält sich seit Montag in der deutschen Hauptstadt auf und hatte seine Landsleute ins Hotel Palace geladen. Anlass der Feier war nichts Geringeres als die Eröffnung der neuen Botschaft Benins am Montag. Seither hatte Staatspräsident Yayi bereits ein umfangreiches Besuchsprogramm zu absolvieren – bei der Bundeskanzlerin, dem Bundespräsidenten, dem Bundestag und dem Regierenden Bürgermeister.

Als der Präsident und der deutsche Botschafter in Benin, Albrecht Conze, am Montag das Band in den Nationalfarben Rot, Gelb und Grün in der Englerallee 23 in Dahlem durchtrennten und anschließend die Erinnerungsplakette an der stattlichen Villa enthüllten, schwenkte der Präsident das weiße Tuch, mit dem die Plakette verhüllt war, übermütig – die Freude über die Ankunft Benins in Berlin kam von Herzen. Auch das Grundstück in Dahlem ist gut gewählt, grenzt es doch an die Rohlfsstraße, benannt nach dem deutschen Forscher, der 1865 Afrika durchquert hatte, von Tripolis bis an den Golf von Benin.

„Wir haben uns für Berlin entschieden, weil Berlin im Herzen Europas liegt und eine der bedeutendsten Hauptstädte Europas ist.“ Die Botschaft Benins sei eine Botschaft des Friedens, sagte der Staatspräsident, der zuvor von Botschafter Issa Kpara den Vertretern des diplomatischen Corps und deutschen Persönlichkeiten vorgestellt wurde.

Immer mehr afrikanische Botschaften zieht es von Bonn nach Berlin. Zählte man vor einem Jahr noch zwölf Botschaften am Rhein, sind es jetzt nur noch fünf: Kamerun, Demokratische Volksrepublik Kongo, Liberia, Niger, Sierra Leone. Etwa 2000 Beniner leben in Deutschland.

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