Ich bin ein BERLINER (18) : „Die Brachen – so offen, so frei“

Danko Vranjes kam nach Berlin, um hier Architektur zu studieren - und hat ein städtebauliches Paradies entdeckt. In unserer Serie "Ich bin ein Berliner" erzählt er, was er am Leben in der Hauptstadt schätzt.

Jana Gioia Baurmann,Hendrik Müllenberg
Ich bin ein Berliner (18)
Ich bin ein Berliner (18)

Ich komme gerade von einer Prüfung und ... na ja ... mal sehen, ob's gut lief. Auf jeden Fall ist das Studium die richtige Wahl: Ich bin nämlich Architekturstudent und Berlin ist genau die richtige Stadt für so ein Studium.

Mich beeindruckt die Architektur hier, die vielen Facetten: Schinkel, Neoklassizismus, imperialistische Bauten, die Ostblockbauten, Moderne in Mitte, selbstständige Architektur aus Treibholz, Müll – das Spektrum ist unglaublich breit.

Die vielen brach liegenden Gelände sind typisch für Berlin, sie machen die Stadt aus. In anderen Städten wird immer alles direkt zugebaut, hier findest du immer noch Stellen, die offen sind, frei.

In Berlin würde ich daher gar nicht unbedingt was bauen wollen, jedenfalls nichts Neues. Eher würde ich modifizieren, soziostrukturell müsste die Stadt verbessert werden. Aus der Innenstadt müsste man die Ferienwohnungen verbannen, die Berliner sollen den Platz bekommen, nicht die Touristen. Wenn das so weiter geht, sieht's hier bald aus wie am Ballermann.“

Danko Vranjes, 30, Architekturstudent aus Neukölln: "Genau die richtige Stadt" Foto: Müllenberg
Danko Vranjes, 30, Architekturstudent aus Neukölln: "Genau die richtige Stadt"Foto: Müllenberg

Vor 50 Jahren - am 26. Juni 1963 - hielt John F. Kennedy seine berühmte Berliner Rede. Hier erzählen 100 Berliner, was ihnen diese Worte bedeuten - und wie sie die Stadt heute erleben. Siemens unterstützt das Tagesspiegel-Projekt. Alle bisher erschienen Videos zu der Serie "Ich bin ein Berliner" finden Sie unter: www.tagesspiegel.de/berliner

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