Ich bin ein BERLINER (36) : „Eine Stunde bis zum Zoo“

Vasco Kretzschmann, 27, kam als Zivi nach Berlin, heute arbeitet er an seinem Doktortitel - und an der Durchquerung der Stadt. In unserer Serie "Ich bin ein Berliner" erzählt er, was er am Leben in Berlin schätzt.

von und Jana Gioia Baurmann
Ich bin ein Berliner (36)
Ich bin ein Berliner (36)

Ich bin fast jeden Tag in der Staatsbibliothek, ich schreibe meine Promotion. Ich habe Geschichte studiert, Politikwissenschaft und Public History. Da setzt man sich natürlich auch mit Berlins berühmten Reden auseinander. Neben Kennedys "Ich bin ein Berliner" fällt mir noch Ernst Reuter ein: "Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stadt!"

Seit 2005 lebe ich in Berlin. Ursprünglich bin ich aus Aachen, der Zivildienst war ein guter Grund umzuziehen.

Hier in der Stadt habe ich im äußersten Westen gearbeitet, im Waldkrankenhaus in Spandau. Ich war überrascht, dass die Gegend so grün ist, so vorstädtisch. Dass man eine Stunde braucht, um den Zoo zu erreichen. Und dass Spandau auch Ecken hat, die sozialer Brennpunkt sind.

Nach dem Zivildienst habe ich mich entschieden, hierzubleiben. Mit den Jahren habe ich mich langsam Richtung Osten vorgearbeitet, ich wohnte in Charlottenburg, jetzt auf der Fischerinsel. Mal sehen, wie weit ich es schaffe ... In Spandau war ich seitdem nicht mehr.

Vasco Kretzschmann, 27, Doktorand aus Mitte: "Schaut auf diese Stadt"
Vasco Kretzschmann, 27, Doktorand aus Mitte: "Schaut auf diese Stadt"Foto: Röhlig

Vor 50 Jahren - am 26. Juni 1963 - hielt John F. Kennedy seine berühmte Berliner Rede. Hier erzählen 100 Berliner, was ihnen diese Worte bedeuten - und wie sie die Stadt heute erleben. Siemens unterstützt das Tagesspiegel-Projekt. Alle bisher erschienen Videos zu der Serie "Ich bin ein Berliner" finden Sie unter: www.tagesspiegel.de/berliner

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