Ich bin ein BERLINER (54) : „Die Stadt wird voller“

Manuela Lindner ist seit 20 Jahren U-Bahn-Fahrerin - und erlebt den Wandel Berlins untertage. In unserer Serie "Ich bin ein Berliner" erklärt die 49-Jährige, was ihr an der Hauptstadt gefällt.

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Ich bin ein Berliner (54)
Ich bin ein Berliner (54)

Seit 20 Jahren fahre ich U-Bahnen durch Berlin, angefangen habe ich mit Zugabfertigung, dann wurde ich Zugfahrerin. Meine Stammstrecke ist die U7, ich mag sie, denn sie ist sehr lang, man fährt fast eine Stunde. Für mich geht so die Zeit schneller rum.

Das Berliner Verkehrsnetz ist super ausgebaut, im Grunde bräuchte man in der Stadt kein Auto – ich habe auch keines, nicht mal einen Führerschein. In meinem Job trage ich viel Verantwortung, das gefällt mir. Ich muss die Fahrgäste aufnehmen, für Rollstuhlfahrer die Rampe ausfahren, erkrankten Fahrgästen helfen.

Ich bin Berlinerin, geboren bin ich in Tiergarten. Die Stadt hat so viel zu bieten, viel Kultur.

Als Berliner kennt man das oft gar nicht alles, die Touristen wissen meist besser Bescheid. Aber das ist ja immer so. Die Stadt ist voller geworden, ich merke das an den vielen Koffern. Auf der gesamten U7 fahren mehr Menschen mit Koffern, viele wollen nach Rudow, um dort dann in den Bus nach Schönefeld zu steigen.

Manuela Linder, 49, BVG-Fahrerin: "Immer mehr Rollkoffer"
Manuela Linder, 49, BVG-Fahrerin: "Immer mehr Rollkoffer"Foto: Garcìa

Vor 50 Jahren - am 26. Juni 1963 - hielt John F. Kennedy seine berühmte Berliner Rede. Hier erzählen 100 Berliner, was ihnen diese Worte bedeuten - und wie sie die Stadt heute erleben. Siemens unterstützt das Tagesspiegel-Projekt. Alle bisher erschienen Videos zu der Serie "Ich bin ein Berliner" finden Sie unter:www.tagesspiegel.de/berliner

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