Ich bin ein BERLINER (96) : „Fast wie in Hamburg“

Harald Hansen ging aus Köpenick weg, die Mauer nervte. Vor fünf Jahren kehrte der 61-Jährige nach Berlin zurück. In unserer Serie "Ich bin ein Berliner" erklärt er, warum.

Jana Gioia Baurmann,Jan Garcia
Ich bin ein Berliner (96)
Ich bin ein Berliner (96)

Ich bin Hamburger, meine Frau kommt aus Berlin. Vor der Wende haben wir hier in Köpenick geheiratet, Honecker hing da noch an der Wand (lacht). Mit der Mauer wollten wir aber nicht in Berlin bleiben und so hat meine Frau einen Ausreiseantrag gestellt, dann sind wir nach Hamburg.

21 Jahre haben wir dort gelebt, vor fünf Jahren ging es zurück nach Berlin, wegen unserer Tochter und den drei Enkelkindern, die in Köpenick leben. Hamburger sind immer traurig, wenn jemand, der dort geboren wurde, die Stadt verlässt, das können viele nicht verstehen. Doch es ist so schön hier, dass ich Hamburg noch immer nicht vermisse. Wie auch in Hamburg gibt es viel Wasser, dadurch vermisse ich meine Heimat nicht so sehr. Und es ist unglaublich grün.

Aber anders als in Hamburg sind die Menschen hier nicht ganz so entspannt. Der Moderator Thadeusz hat kürzlich gesagt, dass die Berliner ein wenig unerzogen seien, dem kann ich mich anschließen (lacht). Aber sie tragen ihr Herz am richtigen Fleck!

Vor 50 Jahren - am 26. Juni 1963 - hielt John F. Kennedy seine berühmte Berliner Rede. Hier erzählen 100 Berliner, was ihnen diese Worte bedeuten - und wie sie die Stadt heute erleben. Siemens unterstützt das Tagesspiegel-Projekt. Alle bisher erschienen Videos zu der Serie "Ich bin ein Berliner" finden Sie unter: www.tagesspiegel.de/berliner

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