Ich bin ein BERLINER (98) : „Man kennt sich von klein auf“

Tanja Kohlschmidt ist Spandauerin, die bessere Wahl statt Berlin Mitte, findet sie. In unserer Serie "Ich bin ein Berliner" erklärt die 28-Jährige, warum.

Jana Gioia Baurmann,Hendrik Müllenberg,Jan Garcia
Ich bin ein Berliner (98)
Ich bin ein Berliner (98)

Ich bin gebürtige Spandauerin. Und ich wohne noch immer hier. Einmal Spandau, immer Spandau, sage ich immer (lacht). Warum es mir hier so gut gefällt? Es ist das gewisse Flair, das wir hier haben. Man kennt sich von klein auf; es ist sehr familiär. Und die Akustik: Spandau ist viel ruhiger. Im Zentrum ist es ja ganz anders, typisch Berlin ist für mich das Gedrängel im Bus.

Hier in der Altstadt arbeite ich in einem Geschäft, wir bieten Feinkostwaren aus verschiedenen Ländern an. Manchmal haben wir draußen auch einen Stand. Wir haben fast nur Stammkunden. Ich mag den Job: Man trifft immer viele Leute und kommt mit ihnen ins Gespräch.

Die Rede von John F. Kennedy habe ich zum ersten Mal in der Oberschule gehört. Und ich finde, er hat es gut getroffen: Man kann sich auch als Berliner fühlen, selbst wenn man nicht von hier ist. Man wird angenommen, und man fühlt sich aufgehoben.

Vor 50 Jahren - am 26. Juni 1963 - hielt John F. Kennedy seine berühmte Berliner Rede. Hier erzählen 100 Berliner, was ihnen diese Worte bedeuten - und wie sie die Stadt heute erleben. Siemens unterstützt das Tagesspiegel-Projekt. Alle bisher erschienen Videos zu der Serie "Ich bin ein Berliner" finden Sie unter: www.tagesspiegel.de/berliner

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