Berlin : „Ich wollte Seemann werden“

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Diskjockey für ein Nachtradio sein. Mit eigenen Filmen das Publikum begeistern. Als Kulturattaché in Prag leben. Oder noch besser: Mit einem Frachter durch die Welt fahren. Christoph Stölzl hatte 1963 nach dem Abitur viele Träume. Nur Berlin – „das war kein Traum damals. Das kam erst später.“ Genauso wie die Politik. „Das Leben war leicht“, erinnert sich der frühere Kultursenator und jetzige CDU-Landesvorsitzende an das „positive Lebensgefühl“ seiner Abi-Zeit. „Berufssorgen hatte ich keine.“ Klar war, dass er einen Kulturberuf ergreifen – und dass er sein Talent schon entfalten werde. „Ich hatte den Traum, in der Kultur etwas zu bewegen. Ganz generalistisch.“ Erst mal studierte er aber: Geschichte, Literaturgeschichte und Soziologie in München und Saarbrücken. Studium und Promotion führten ihn auch zu Forschungszwecken nach Wien und Prag. „Durch Zufall“ erfüllte sich ein wenig verspätet auch der Traum vom DJ: Ab 1997 moderierte Stölzl vier Jahre lang den „Berliner Nachtpiloten“ auf Hundert,6.

Aufgezeichnet von Viola Volland

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