ICH BIN DAFÜR : ICH BIN DAFÜR

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NUTZT DAS KAPITAL DER STADT

Klaus Hoffmann, Urberliner, hat sein Büro zwar in Charlottenburg, lebt aber im Spandauer Teilort Kladow. Er liebt die freie Natur und das Wasser, geht regelmäßig schwimmen im Groß Glienicker See. Was er gern verändern würde, sind die Berliner S-Bahnhöfe. „Man lungert dort herum, im Winter ist es kalt und grau – das ist heftig für die Leute.“ Von Strausberg bis Bahnhof Zoo ein trister Anblick – ganz im Gegensatz zu vielen U-Bahnhöfen. Die findet er meist schön, „im Sinne von alt und geschichtsträchtig“, so wie die Station Wittenbergplatz. Wenn aber die S-Bahn schon nicht rechtzeitig kommt, sollte man das Warten wenigstens angenehmer machen, findet er – und nennt das Beispiel Paris. Da könne man sich am Bahnsteig die Zeit mit der Lektüre der Liebesgedichte an den Wänden vertreiben. Berlin ist nicht Paris, aber auch eine sehr poetische Stadt, findet der Liedermacher. Auch nicht etablierte Dichter könnten bei solch einer Aktion ihre Werke einreichen. Er stellt sich das so vor: Die besten Werke werden ausgewählt und dann an Berliner Bahnhofswänden angebracht. „Für die Wartenden ist das, als würde der Taxifahrer sein Leben erzählen.“ Poeten sind für Klaus Hoffmann das Kapital der Großstadt. ffe

„Ich wünschte, sie würden Berlins Bahnhöfe begrünen und die für die Kunst öffnen. Die Pariser etwa haben

angefangen, klassische

Liebesgedichte an den Bahnhofswänden anzubringen“

– Klaus Hoffmann

Liedermacher

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