ICH BIN DAFÜR : ICH BIN DAFÜR

Foto: promo/Steffen Jänicke
Foto: promo/Steffen JänickeFoto: gemäß Vereinbarung

AKTION SAUBERE SCHULE

Der Mann ist gebürtiger Berliner, wohnt in Wannsee und geht morgens am liebsten am Schlachtensee joggen. Montags, nach einem schönen Wochenende, ärgert sich Stephan Schwarz oft bei seiner morgendlichen Runde. Um den See liegen Chipstüten, Picknick- und Grillreste. „Wahrscheinlich wissen die Berliner ihre Grünflächen nicht genug zu schätzen, dabei ist doch gerade diese Mischung aus Urbanität und den vielen Oasen der Ruhe und Erholung das Besondere an dieser Stadt.“ Wenn er sieht, wie jemand achtlos etwas auf den Boden wirft, hebt er es auf, drückt es dem anderen in die Hand und sagt: „Sie haben da was verloren.“ Die Reaktionen seien meist schuldbewusst.

Mangelnde Sauberkeit – da seien leider auch Berliner Schulen ein Beispiel: die Böden verdreckt, meist auch die Schultische. Klar, für die Reinigung hat das Land Berlin nicht mehr genügend Geld. Deshalb nimmt er für sein Gebäudeservice-Unternehmen GRG solche Reinigungsaufträge nicht mehr an. Stattdessen unterstützt seine Firma das „Friday Cleaning“ an der Quentin-Blake-Grundschule in Dahlem. Auf Initiative einiger Schüler wurde dort im Frühjahr der Freitagsputz eingeführt. Seither wird einmal die Woche nach Schulschluss saubergemacht, seine Firma spendiert Eimer, Schwämme und Mikrofasertücher. ffe

„Man darf bei Berlin nicht den Maßstab einer schwäbischen Kleinstadt anlegen.

Berlin ist Großstadt, ist wild. Doch im Vergleich mit Metropolen wie London, New York, Paris zeigt sich Berlins

Problem: die Sauberkeit.“

– Stephan Schwarz

Präsident der

Handwerkskammer Berlin

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