ICH BIN DAFÜR : ICH BIN DAFÜR

Foto: promo/Nihad Nino Pusija
Foto: promo/Nihad Nino Pusija

FREIER RAUM FÜR FREIE BÜRGER

Leonie Baumann lebt seit 1985 in Berlin und wohnt in Charlottenburg. Sie findet es prima , dass es immer mehr Bürgerinitiativen und auch Einzelkämpfer gibt, die sich in ihren Bezirken um vernachlässigte Flächen kümmern. Im öffentlichen Raum, hat sie beobachtet, würden viel zu häufig die falschen Gewächse gepflanzt, Blumen, die nur bei intensiver Pflege schön bleiben. Deshalb liebt sie den Staudengarten am Olivaer Platz in Charlottenburg, wo verschiedene pflegeleichte Arten kombiniert wurden. Dass sich einzelne Bürger für die Nutzung von Brachflächen einsetzen, bewundert sie sehr. Gelungene Beispiele? „Die Prinzessinnengärten am Moritzplatz in Kreuzberg und die Gemeinschaftsgärten auf der Tempelhofer Freiheit“, sagt sie. Ihr Tipp für alle, die was tun wollen, ist die Internetplattform www.leerstandsmelder.de. Da kann sich jeder informieren, wo es ungenutzte Flächen in der Stadt gibt. Für wichtig hält Leonie Baumann, dass der Zugang zum Wasser an vielen Orten möglich ist. „Der große Zulauf, den Strandbars und Kneipen am Ufer haben – etwa die Strandbar am Monbijoupark in Mitte – zeigt doch, dass man den Leuten diese Orte nicht nehmen darf. Leonie Baumanns Überzeugung ist: „In ganz Berlin sollten sich Bürger gegen die Normierung öffentlicher Flächen wehren – und kreativ werden.“ ffe

„Wenn Bürger öffentliche

Flächen gestalten,

führt das zur größten

denkbaren Vielfalt.“

– Leonie Baumann

Rektorin der

Kunsthochschule Weißensee

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