IFA Techniktest : Eins auf die Ohren

Daniel Stender schließt die Augen und hört hochaufgelöste Töne

Reizüberflutung ist auf der Funkausstellung ein technologischer Standard: Überall flimmern Bilder, überall blitzen Kameras, überall laufen Werbefilme auf hochauflösenden Flachbildschirmen. Wie gut, dass es in all diesem Trubel Technik gibt, die einen die Augen schließen und die Ohren öffnen lässt. Denn der Kopfhörer HD 800 von Sennheiser (Halle 1.2, Stand 128) ist der Beweis dafür, dass man auch hochauflösend Musik hören kann. Der HD 800 ist mit knapp 1000 Euro einer der teuersten Kopfhörer überhaupt – wann, wenn nicht in diesen fünf Tagen Messe unterm Funkturm, kann man so etwas einfach mal ausprobieren?

Wie alle gute Technik sieht der HD 800 nicht spektakulär aus: Er wirkt wie ein etwas zu großer Kopfhörer, der silbrig schimmert. Der Spaß beginnt beim Aufsetzen – wer seine Gehörgänge viel zu lange mit irgendwelchen Hörstöpseln verstopft hat, für den ist allein der luftige Resonanzraum zwischen Ohr und Polster eine Befreiung. Musik klingt hier sehr, sehr präzise, leider dringt sie etwas zu stark nach außen. Auch der HD 800 steuert also etwas zur Reizüberflutung auf Funkmessen bei.

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