Berlin : IG Bäderbetriebe

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VON TAG ZU TAG

Werner van Bebber

versteht die Nöte der Betriebsaufsicht

Super, wie der Chef der Bäderbetriebe die Idee dieser FDPAbgeordneten Mieke Senftleben versenkt hat. Nachts öffnen? Lange Nacht für Schwimmer? Hier doch nicht – nicht in Berlin, wo die Leute lange Nächte in Museen verbringen, wo sie zur City Night kommen und nachts durch die Stadt laufen, wo es lange Shopping-Nächte gibt und wo man nachts Hanteln heben kann, wenn man das will. Aber nachts schwimmen? Im Schwimmbad? Ungeheuerlicher Vorschlag.

39 Millionen Euro bekommen die Betriebe vom Land, damit Wasser in den Schwimmbecken ist und die Betriebe den Betrieb betriebsaufsichtsgemäß durchführen. Betriebsaufsicht und Durchführung scheinen die Betriebsleitung derart zu fordern, dass man froh über das Wasser in den Becken sein kann. Nachts öffnen? Da brauche man ja Licht, so die Betriebsspitze. Wo gibt es Licht in einer Stadt wie Berlin? Das muss erst mal begutachtet werden. Und wer haftet? Die Betriebsaufsicht nicht, die schläft. Wer öffnet, wer schließt die Bäder, wo doch die Schichten seit Stalins Zeiten eingeteilt sind? Also: das Ganze ist völlig undenkbar. Erst wenn New York das macht, dann redet man an der Betriebsspitze drüber. Bis dahin ist pünktlich Schluss. Könnte ja jeder kommen.

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