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Ihr 4-jähriger Sohn wurde von S-Bahn getötet : Mutter kann nicht zurück in die Ukraine

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Die Mutter des von einer S-Bahn getöteten Kindes will so schnell wie möglich in die Ukraine zurückkehren. Da die 29-Jährige keinen Pass der Ukraine mehr hat, ist ihre Rückkehr aber ausgeschlossen. Dies bestätigte der Leiter des Obdachlosenheimes, Dariusz S., in dem die Familie seit Herbst 2003 lebt. Ihr vier Jahre alter Sohn solle auf jeden Fall in der Ukraine beerdigt werden. Wie berichtet, war der kleine Artiom am Mittwochabend durch ein Loch im Zaun des Zehlendorfer Heimes am Dahlemer Weg ausgerissen und hatte sich den nahe gelegenen Gleisen der S-Bahn genähert. Auf der Wannseebahn wurde der Junge von einem Zug erfasst und getötet.

Das Antidiskriminierungsbüro (ADB) warf der ukrainischen Botschaft gestern vor, Irina K. seit Jahren einen neuen Pass zu verweigern. Die 29-Jährige sei vor etwa drei Jahren ohne Pass durch Schleuser nach Berlin gekommen, ihr zweiter Sohn Alexander sei in Berlin geboren. Der Zehlendorfer Sozialstadtrat Stefan Wöpke bestätigte, dass sich Irina K. seit Monaten um eine Rückkehr bemüht, „doch die Botschaft kommt nicht aus der Hüfte“.

Der löcherige Maschendrahtzaun rund um das Wohnheim wird nach Angaben der Heimleitung auch nachts regelmäßig vom Hausmeister kontrolliert. Der Bezirk fühlt sich für den Zaun nicht zuständig. „Dazu haben wir auch kein Geld“, sagte Stadtrat Wöpke. Das direkt am Zaun verlaufende Gütergleis einer Privatbahn ist völlig ungesichert – obwohl es wenige Meter weiter in die stark befahrene Wannseebahn der S-Bahn einmündet.

In dem zweiten Unglück mit einem Kind hat die Polizei dagegen Ermittlungen eingeleitet. Weiterhin ist unklar, wer auf den zweijährigen Furkan aufpassen sollte, der am Donnerstagabend beinahe in einem Teich auf dem Kinderbauernhof des Görlitzer Parks ertrunken war. Wie es bei der Polizei hieß, habe der Mann, der das Kind im Teich fand, lediglich zwei Jugendliche losgeschickt, die Feuerwehr anzurufen. Selbst habe der Mann anscheindend nichts unternommen.

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