Berlin : ILA 2000: Acht Festnahmen bei Protesten gegen die Internationale Luftfahrtausstellung

Die Polizei hat eine geplante Sitzblockade vor der Internationalen Luftfahrtausstellung in Schönefeld verhindert. Insgesamt seien acht Mitglieder der Kampagnen gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär Berlin und Potsdam in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizei mit. Ein Aufruf zu Protestaktionen gegen den militärischen Teil der ILA war zuvor der Polizei zugegangen. Darin war auch die Sitzblockade angekündigt worden.

Als Treffpunkt wurde in dem Aufruf das Büro der "Kampagne" in der Potsdamer Innenstadt genannt. Hier wurden sechs Mitglieder der "Kampagne" in Gewahrsam genommen. Mehrere Personen flüchteten. Auf dem ILA-Gelände in Schönefeld (Dahme-Spreewald) wurden gleichzeitig zwei weitere, offensichtlich zu der Aktion angereiste Kampagne-Mitglieder in Gewahrsam genommen, die ein Transparent an einem Gerüst befestigen wollten. Alle Demonstranten wurden am Nachmittag wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Potsdamer Kampagne protestierte gegen die vorübergehende Festsetzung. Außerdem seien auch Unbeteiligte betroffen gewesen. Alle Betroffenen hätten Strafanträge wegen Nötigung, Freiheitsberaubung und Körperverletzung gegen die Polizisten gestellt und Klagen beim Verwaltungsgericht eingereicht, hieß es.

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